Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

INDEUNIS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 516751
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Österreich

Vom wirtschaftlichen Fortschritt der Vorgänger lernen

Eine EU-finanzierte vergleichende Forschungsinitiative skizzierte die Bedingungen für eine bessere wirtschaftliche Integration der Neuen Mitgliedstaaten (NMS) und der Neuen Unabhängigen Staaten (NUS). Die als Studienergebnisse angebotenen Empfehlungen werden den Fortschritt in den Transformationsökonomien vorantreiben.
Vom wirtschaftlichen Fortschritt der Vorgänger lernen
Es gibt bisher wenig vergleichende Forschung, die sich mit den NUS (Weißrussland, Kasachstan, Moldawien, Russland und die Ukraine) und NMS im Hinblick auf die dortigen Transformationsökonomien befasst. Das Projekt "Industrial restructuring in the NIS: experiences of and lessons from the new EU Member States" (Indeunis) analysierte zwei Gruppen von Ländern im Hinblick auf derzeitige Muster bei der Umstrukturierung von Industrie und Handel, auf ausländische Direktinvestitionen (FDI, Foreign Direct Investments) und die wirtschaftliche Integration im Zusammenhang mit der EU.

Forscher wollten die Bedeutung der unterschiedlichen wirtschaftlichen Integrationsgrade für den Fortschritt in der wirtschaftlichen Transformation und Umstrukturierung bestimmen. Sie untersuchten außerdem ausländische Investitionstätigkeiten und konzentrierten sich dabei insbesondere auf Innovationstätigkeiten, Technologietransfer, Verwaltungspraktiken und Veränderungen in der Produktions- und Handelsspezialisierung.

Indeunis plante zudem eine Untersuchung des Potenzials für eine nähere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der erweiterten EU und seinen NUS-Nachbarn und von Möglichkeiten für eine stärkere wirtschaftliche Integration in den NUS. Um Forschungs- und Wissenslücken zu füllen, wurde ein internationales Forschungskonsortium geschaffen, um die obengenannten Thematiken zu analysieren und eindeutige Schlussfolgerungen zu erreichen, die zu politischen Dialogen und Empfehlungen beitragen.

Die Arbeit hob beachtenswerte Fortschritte hervor, die Russland und andere NUS bei der Umstrukturierung und Integration erzielen konnten. Außerdem zeigte sich, dass die Neuen Unabhängigen Staaten den Neuen Mitgliedsstaaten in Sachen Reformen und Umstrukturierung nachhinken, obwohl sie ähnliche Transformationswege gehen. Die Studienergebnisse auf diesem Forschungsgebiet wurden eingesetzt, um politische Empfehlungen für die NUS auszuarbeiten: dem Reformweg der NMS folgen, politische Transformation abschließen und den besten verfügbaren externen Anker ausfindig machen.

Trotz eines kleinen Rückstands bei der institutionellen Entwicklung fördern ein positiver Strukturwandel und zukünftige politische Auswirkungen den anhaltenden und beständigen Fortschritt von Marktreformen für die NMS. Zusätzlich zeigte eine Analyse der Erfahrungswerte der NMS, dass die Schaffung allgemeiner wirtschaftlicher Bedingungen, die sowohl für inländische als auch für ausländische Investoren günstig sind, von großer Bedeutung ist. Leider war dies in den NUS nicht der Fall, sodass die nachhaltige Entwicklung im Bereich Wirtschaft, Industrie und Handel nur schleppend voranging. Die bescheidenen FDI-Zuflüsse in den NUS wurden ebenfalls als ernstzunehmendes Manko erachtet.

Im Hinblick auf wirtschaftliche Integration und Zusammenarbeit müssen Bedingungen geschaffen werden, die eine weitere gegenseitige Liberalisierung und einen Aufschwung der industriellen Zusammenarbeit erlauben. Sowohl Russland als auch die EU müssen eine koordinierte Nachbarschaftspolitik entwickeln, die auf den Gemeinsamen Wirtschaftsraum (CEES, Common European Economic Space) abzielen.

Die Bedeutsamkeit der Projektergebnisse von Indeunis für die wissenschaftliche Gemeinschaft, für Entscheidungsträger und für die breitere Öffentlichkeit wird dazu beitragen, das Bewusstsein dafür zu stärken, wie wichtig Handel und FDI für die Umstrukturierung und die wirtschaftliche Integration der NUS in die EU sind.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben