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FP6

TESTMETEDECO — Ergebnis in Kürze

Project ID: 6936
Gefördert unter: FP6-FOOD
Land: Frankreich

Neue Identitätskriterien für Hormonstörungen verursachende Chemikalien

Ein EU-Projekt führte Forschungen bei der Validierung neuer Tests für Umweltgefahren von endokrinen Disruptoren (ED) durch, wodurch regulativen Entscheidungsträgern die erforderlichen Werkzeuge geliefert werden.
Neue Identitätskriterien für Hormonstörungen verursachende Chemikalien
Aufgrund chemischer Einflüsse in den Hormondrüsen können ED sämtliche Funktionen bei Wirbeltieren beeinflussen, was zu Entwicklungsproblemen, Deformationen und krebsartigen Tumoren führt. Größere Forschungsprogramme wurden eingerichtet, um endokrine Disruptionen zu untersuchen, was zur Entwicklung und Validierung neuer Testmethoden zur Abschätzung des Potenzials von Chemikalien als ED führte.

Nationale Regulierungsbehörden aus Europa und weitere an der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beteiligte Länder einigten sich darauf, neuentwickelte Testmethoden zu validieren. Das allgemeine Ziel bestand darin, gegenseitige Akzeptanz von gesammelten Daten zu schaffen, um neue OECD-Richtlinien für die potenzielle ED-Erfassung und -Charakterisierung zu entwickeln.

Die Ziele des EU-finanzierten Projekts Testmetedeco bestanden darin, die Entwicklung einiger neuer Testmethoden zu ermöglichen. Projektwissenschaftler arbeiteten auf dem Gebiet der Wildtiere in Europa, Japan und in den Vereinigten Staaten, um zu belegen, dass die Endpunkte in den Tests relevant und zuverlässig sind. Insgesamt plante das Projekt innovative Arbeit im Bereich der Ökotoxizität mithilfe von Biomarker-Proteinen, um Gefahren zu diagnostizieren.

Testmetedeco setzte ein Hauptaugenmerk auf Fischlebenszyklus-Tests und maß Vitellogenin in einem Teil der Lebenszyklentests, welches das Geschlechterverhältnis von Jungfischen steuert. Um auch Amphibien abzudecken, wurden Froschmetamorphosen und ED-Auswirkungen auf die Schilddrüse untersucht. Weiter oben im Evolutionsbaum wurden Entwicklungs- und Reproduktionstests an Daphnia aus dem Süßwasser und an Ruderfußkrebsen als Meerwasserlebewesen durchgeführt.

Das Projekt koordinierte auf OECD-Ebene alle Stufen der Testentwicklung- und Validierung. Es wurde ein Bericht über den Fortschritt der Validierung für die Endocrine Disrupters Testing and Assessment (EDTA) Task Force der OECD und die Validation Management Groups (VMG-eco) für Ökotoxizitätstests erstellt.

Das Projektkonsortium gewährleistete die Verbreitung der Projektergebnisse an alle Interessenvertreter über relevante Kanäle, einschließlich Konferenzen, Workshops, Experten- und OECD-Treffen und damit verbundene Webseiten. Testmetedeco lieferte Daten und Berichte für eine bessere Bewertung der ED-Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. In einer dynamischen Situation stellte das Projekt außerdem Regulierungsinstrumente zur Verfügung.

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