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FP6

EUPASS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 507978
Gefördert unter: FP6-IST
Land: Schweden

Europäische "Montagedepots" bekämpfen die Unsitte der Produktionsauslagerung

Montageintensive Unternehmen in Europa mussten Zeugen eines wahrlich dramatischen Geschäftsrückgangs durch Outsourcing von Montageleistungen in nichteuropäische Länder mit niedrigeren Arbeitskosten werden. EU-finanzierte Forscher entwickelten nun einen bahnbrechenden Plan in Bezug auf kostengünstige Mikro-Montagedepots in ganz Europa, um diesen Trend endlich umzukehren.
Europäische "Montagedepots" bekämpfen die Unsitte der Produktionsauslagerung
Eine Beschleunigung und eine Kostenreduzierung des Montageprozesses durch Schaffung eines europaweiten Netzwerks aus Mikro-Montagedepots, die modularen hochpräzisen Montageservice auf Abruf anbieten, waren die Ziele des ehrgeizigen Eupass-Projekts ("Evolvable ultra-precision assembly systems").

Das Projektteam verfolgte im Einzelnen das Ziel, in ganz Europa Depots aus Mikro-Montagemodule, neuartigen Mikro-Verbindungstechniken und integrierender Software zu entwickeln, um eine schnelle und kostengünstige Konfiguration und Bereitstellung flexibler Präzisionsmontagesysteme zu fördern.

In Anbetracht des bahnbrechenden Charakters dieses Projekts waren ausführliche Forschungs- und Planungsarbeiten erforderlich; und das nicht nur in Bezug auf Technologien und Infrastruktur, sondern auch hinsichtlich der Gewährleistung der Erweiterbarkeit der nachhaltigen, fehlertoleranten, kostengünstigen Montagesysteme.

Die kontinuierliche Überwachung der Möglichkeiten und Hürden ermöglichte die Formulierung einer strategischen und optimierbaren Roadmap für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen. Die abschließende Arbeit konzentrierte sich nach der Bewertung von Support, Kosten und Nachhaltigkeit sowie modernen und neu aufkommenden modularen Anlagen nach dem Prinzip Plug-and-Produce auf übliche Standards und die Entwicklung von Normen sowie die Verwertung der Anstrengungen.

Im Zusammenhang mit dem letztgenannten Punkt legten die Projektmitglieder das Hauptaugenmerk auf die Systemintegration und die Systems-to-Services-Integration. Das Team ermittelte insbesondere einen Bedarf an einfach zu nutzenden Dienstleistungen, die minimale Umsetzungsanforderungen sowie wenig Programmierungswissen und Systemwartungswissen auf Seiten der Endanwender garantieren. Die Entwicklung internetbasierter Dienstbereitstellungsstandards, Schnittstellen und architektonischer Leitlinien hätte entscheidende Bedeutung.

Die Forscher wollten außerdem die Integrationskosten um die Hälfte verringern. Schließlich wurde die Ausbildung der Systemzulieferer und Integratoren als der Schlüssel zu einer erfolgreichen Übernahme des ehrgeizigen Programms identifiziert, um zu demonstrieren, dass die Bereitstellung schlüsselfertiger bzw. kompletter und betriebsbereiter Systeme potenzielle Märkte begrenzt und dem Wettbewerb abträglich ist.

Eupass konnte den Grundstein für eine europäische Infrastruktur erweiterbarer Montagesysteme legen, die durch das Potenzial aufweist, das Outsourcing, das die europäische Fertigung so negativ beeinflusst hat, umzukehren.

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