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FP6

SAFEDOR — Ergebnis in Kürze

Project ID: 516278
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Deutschland

Einen Rahmen für mehr Sicherheit im Seeverkehr schaffen

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen maritimen Industrie bündelte ein EU-finanziertes Projekt Fachwissen aus dem maritimen Bereich. Das Ziel bestand in der Verbesserung der Sicherheit durch Innovation.
Einen Rahmen für mehr Sicherheit im Seeverkehr schaffen
Das Projekt "Design, operation and regulation for safety" (Safedor) arbeitete daran, Anforderungen der europäischen maritimen Industrie in Bezug auf innovative Lösungen für einen saubereren, sichereren und besseren Verkehr zu erfüllen. Zur Schaffung einer Grundlage, auf der die europäische Weltführerschaft bei wissensintensiven und sicherheitskritischen Schiffen, Dienstleistungen, Produkten, Ausrüstungen und betreffenden Softwareprogrammen aufrecht erhalten werden kann, versuchten Projektpartner das maritime Regulierungssystem zu modernisieren, indem systematische Innovation bei Schiffskonstruktion und -betrieb angeboten wurde.

Safedor wollte zusätzliche Konstruktionsfreiheit für Schiffe und Systeme bieten und ein Genehmigungsverfahren für die Einführung von Sicherheit als eines der Ziele – neben denen der standardmäßigen Leistungsanforderungen wie Geschwindigkeit, Kapazität und Lebensdauer – liefern. Das Projekt arbeitete an der Erarbeitung eines modernisierten Regulierungsrahmens für eine einfachere Risikoanalyse als zusätzliches Element des Genehmigungsverfahrens. Dies bildet die Grundlage für die Genehmigung neuartiger Schiffe jenseits der derzeitigen regulierenden Einschränkungen.

Die Teammitglieder thematisierten die entscheidende Erforderlichkeit von schnellen exakten First-Principles-Werkzeugen, um eine systematische Integration der Risikoanalyse in den Konstruktionsprozess zu erreichen. Die risikobasierte Konstruktion erfordert die Fokussierung auf Risikovermeidung und/oder -reduzierung als ein Konstruktionsziel. Zusätzlich berücksichtigten die Forscher die Bedeutung von Kenntnissen in Bezug auf die Auswirkungen von Konstruktionsänderungen und auf Maßnahmen zur kosteneffizienten Sicherheitsverbesserung.

Verschiedene technische Werkzeuge zur Vorhersage des Sicherheitsniveaus eines Schiffs bei einem Unfall oder unter extremen Bedingungen wurden neu entwickelt oder weiterentwickelt. Es wurden vergleichende Untersuchungen durchgeführt, um Softwaretools für die Bewertung der Stabilität eines unbeschädigten und beschädigten Schiffs zu validieren. Die Konstruktionsteams entwickelten außerdem innovative Schiffskonzepte, welche bis zur Vorentwurfsphase geführt wurden.

Jährlich veranstaltete öffentliche Konferenzen lockten große Besucherzahlen an und jährliche öffentliche Berichte und Präsentationen wurden unter den Hauptinteressenvertretern publik gemacht, um eine maximale Wirkung zu erzielen. Ein Handbuch für risikobasierte Schiffskonstruktion wurde veröffentlicht und bei Schulungskursen als ergänzendes Material für Studenten und erfahrene Ingenieure eingesetzt.

Die Projektergebnisse demonstrieren das Potenzial eines risikobasierten Rahmens für Sicherheitsbewertungstechniken, integrierte Konstruktionsumgebungen und die Optimierung von Schiffsbetriebsverfahren. Sie integrieren außerdem operative, technologische, ökologische und menschliche Faktoren in Bezug auf die Sicherheit auf See für den gesamten Lebenszyklus eines Schiffs.

Schiffsbesitzer, Schiffswerften und Hersteller von Schiffsausrüstungen können von den Erfolgen des Projekts Safedor – ebenso wie Passagiere, die Crew und die Umwelt – profitieren.

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