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FP6

SCOUT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 516290
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Frankreich

Umweltbelastungen durch Tagebautunnel minimieren

Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Verbesserungen im Tunnelbau. Die Projektergebnisse werden sicher zur Reduzierung von Kosten, Lärm und anderen lästigen Begleiterscheinungen beitragen und zur Minimierung von Umweltbelastungen führen.
Umweltbelastungen durch Tagebautunnel minimieren
Der Bau von Tagebautunneln ist wesentlich für die Schaffung neuer Verkehrsinfrastrukturen zur Weiterentwicklung des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T). Tagebautunnel sind bereits weit verbreitet; trotzdem müssen jetzt neue Anforderungen im Hinblick auf Sicherheit, Kosteneffizienz und Reduzierung von Umweltbelastungen erfüllt werden. Durch diesen Ansatz werden viele lästige Begleiterscheinungen im Zusammenhang mit städtischen Bauprojekten entweder erheblich minimiert oder ganz beseitigt. Zu diesen Begleiterscheinungen gehören unter anderem Staub, große Baugeräte und Verkehrsstörungen.

Ein industrielles Konsortium arbeitete im Rahmen des Projekts "Sustainable construction of underground transport infrastructures" (SCOUT) an der praktischen Umsetzung dieser Anforderungen. Ziel war die Optimierung der Sicherheit bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten. Die Mitglieder des Teams wählten einen ganzheitlichen Ansatz und verbesserten ein bereits bestehendes kostengünstiges Verfahren für den Tunnelbau durch ein neues, nachhaltiges Konzept.

Die Forschungsschwerpunkte des Projekts waren Konstruktion, Baumaterialien und Baugeräte. Die Forscher beschäftigten sich mit der Anwendung der Beobachtungsmethode zur vollständigen Überwachung von Baufortschritten und Zeitverlusten, mit der Konstruktionsoptimierung zur Materialeinsparung und mit der Einführung eines grundlegend neuen Konzepts zur Fertigung von Baugeräten. Ein weiteres Anliegen der SCOUT-Partner war die Entwicklung und Prüfung neuer Geräte aus Verbundwerkstoffen zur Verbesserung der baulichen Struktur. Außerdem befassten sie sich mit Möglichkeiten zum Recycling von Aushub.

Die umfangreiche Projektarbeit resultierte in zahlreichen Erfolgen und neuem Wissen. Einschätzungen hinsichtlich der Konstruktionsoptimierung machten deutlich, dass die Zusammenführung einzelner Elemente bestimmter Konstruktionsansätze erhebliche Kosteneinsparungen zur Folge haben könnte. Im Hinblick auf die Materialkosten könnten mehr als 15 % eingespart werden, wenn herkömmlicher Stahlbeton verwendet wird. Der Grund dafür liegt darin, dass an der Entwicklung von faserverstärktem Beton noch geforscht wird.

Einige Partner arbeiteten an der Entwicklung eines neuen Baukonzepts in Modulbauweise. Die Fertigung und Validierung eines neuen Geräteprototyps zeigten, dass die zu Beginn des Projekts gesteckten Produktionsziele realisiert werden konnten.

Neben anderen Erfolgen konnte auch gezeigt werden, dass sich die Gerätekonzepte praktisch umsetzen ließen. Der Wissenszuwachs führt zu neuen Ansätzen bei der flächendeckenden praktischen Umsetzung der neuen Anforderungen zum besseren Tunnelbau.

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