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FP6

PAHPV-1 — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502455
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Niederlande

Zum Stand der HPV-Infektionen in Indonesien

In einer EU-finanzierten Initiative schätzten Wissenschaftler die Verbreitung des humanen Papillomavirus (HPV) sowie die Immunantwort auf das Virus in Indonesien.
Zum Stand der HPV-Infektionen in Indonesien
HPV ist die weltweit häufigste sexuell übertragbare Krankheit (sexually transmitted disease, STD) und jedes Jahr sterben mehr als 250.000 Frauen durch eine progressive HPV-bedingte Erkrankungen. Um gegen die Übertragung vorzugehen und HPV-induzierte Zervixkarzinome zu verhindern, befassen sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt mit der Entwicklung von prophylaktischen Impfstoffen gegen HPV.

Bei gesunden Personen konnte man eine starke Immunantwort gegen HPV-Proteine nachweisen, die jedoch bei Infizierten jedoch gänzlich fehlt. Da die HPV-Übertragung in Entwicklungsländern ein ernstes Problem darstellt, wurde im Rahmen des Projekts PAHPV-1 ("HPV-induced cervical cancer") eine Pilotstudie durchgeführt, um das Übertragungsrisiko sowie die Immunreaktionen in der Bevölkerung Indonesiens festzustellen.

In einem ersten Schritt sollte mit PAHPV-1 die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, während gleichzeitig Screening-Zentren in Indonesien eingerichtet wurden. Die Bewusstseinsbildung zu HPV wurde in ein bestehendes STD-Bildungs- und Präventionsprogramm integriert und Patienteninformationen und Einwilligungserklärungen wurden in die Landessprache übersetzt. Das Personal vor Ort, als Ärzte, Krankenschwestern und Laborpersonal, erhielten Schulungen zur Diagnose anormaler Gebärmutterhälse, zur Untersuchung von PAP-Abstrichen sowie zur Behandlung abnormaler Läsionen. Außerdem wurden auch technische Aspekte zur Vorbereitung und zum Einfrieren von Blutproben erklärt.

Das Screening ergab 19 verschiedene HPV-Typen in 27% der gesunden Frauen. Unter Frauen mit HPV-bedingten Erkrankungen war HPV 52 der häufigste Typ bei prämalignen Läsionen, während HPV 16 in der Karzinomgruppe die höchste Prävalenz aufwies. Eine Analyse des peripheren Blutes zeigte, dass HPV-spezifische T-Zellen bei Frauen mit einer HPV-bedingten Krankheit fehlten.

Mit PAHPV-1 ist es gelungen, ein Bewusstsein über die Risiken von HPV-Infektionen in Indonesien zu schaffen und lokalen Behörden beizubringen, wie man Infektionen in dem Zusammenhang erkennt und behandelt. Mithilfe der Ergebnisse werden die Personen identifiziert, die eine spezifische Anti-HPV-Impfung benötigen.

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