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FP6

DINAMIT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502831
Gefördert unter: FP6-AEROSPACE
Land: Frankreich

Generalüberholung bei Thermoplasten fällig

Neue Produktionsprozesse und Schweißverfahren versprechen thermoplastische Verbundwerkstoffe, die leichtere und kostengünstigere Flugzeugteile als jemals zuvor Realität werden lassen.
Generalüberholung bei Thermoplasten fällig
Bauteile aus thermoplastischen Verbundwerkstoffen finden dank ihres geringen Gewichts, der Feuerbeständigkeit, ihrer verbesserten Schweißeigenschaften und der geringen Feuchtigkeitsaufnahme zunehmend Eingang in die Luftfahrtindustrie. Das EU-finanzierte Projekt "Development and innovation for advanced manufacturing of thermoplastics", abgekürzt Dinamit, untersuchte, auf welche Weise Produktionsabläufe und Endprodukte in diesem Bereich weiter verbessert sowie Kosten rationalisiert werden können.

Im Allgemeinen unterliegen diese Teile durch ihre einfache Geometrie und die unflexiblen Dimensionen Einschränkungen. Sie verursachen aufgrund teurer Ausgangsrohstoffe und die beim Bau erforderlichen Fügeprozesse hohe Kosten. Dinamit überprüfte, wie die Massenproduktion dieser Verbundwerkstoffe für Flugzeuge oder Hubschrauber durch die Entwicklung flexibler, schneller und kostengünstiger Montageverfahren sowie eine parallele Minimierung von Abfällen voranzubringen ist.

Das Projektteam experimentierte mit neu entwickeltem Strukturharz bzw. Polyetherketonketon (PEKK) sowie einer Mischung aus thermoplastischen Strukturmatrizen und multiaxialen thermoplastischen Geweben. Man zog in Bezug auf den Zusammenbau der geformten Teile neuartige Vakuummembranformungsverfahren und schnelle automatisierte Prozesse in Betracht, um größere doppelt gekrümmte Bauteile herzustellen. Dies kann in Kombination mit Niederdruckeinspritzung sowie verbesserten Technologien zum kontinuierlichen Umformen und Walzen für Unterkonstruktions-Anwendungen erreicht werden.

Überdies strebte man bei Dinamit danach, einen neuen In-situ-Schweißprozess verbunden mit einem In-situ-Vereinigungsprozess zu entwickeln, bei dem auch das Laserschweißen zur Montage hochwertiger thermoplastischer Bauteile aus Verbundwerkstoff zu Einsatz kommen könnte. Zum Abschluss konzipierte das Team ein Kostenoptimierungsinstrument zur Bewertung der Produktion von innovativen thermoplastischen Polymermaterialien und -prozessen. Sollten diese neuen Ansätze in die Praxis umgesetzt werden, könnten die Flugzeugkosten und die Emissionen gesenkt werden - der gesamte Industriezweig würde auf vielfältige Weise profitieren.

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