Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

DETECT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 505914
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Deutschland

Modifizierte medizinische Bildgebung für technische Zwecke

EU-finanzierte Wissenschaftler konnten bedeutende Verbesserungen an traditionell in der medizinischen Diagnostik eingesetzter Bildgebungs-Hard- und Software realisieren. Das entstandene System sollte nun Entwicklung und Fertigung maßgeschneiderter Komponenten in verschiedenen Industriezweigen beschleunigen.
Modifizierte medizinische Bildgebung für technische Zwecke
Die steigende Nachfrage nach immer spezielleren, maßgeschneiderten Produkten hat die Bedeutung eines neuartigen und effizienten neuen Produktdesigns und der Fertigungstechnologien steigen lassen.

Technologien müssen nicht nur flexibel sein, sie müssen auch eine schnelle Lieferung hochleistungsfähiger Produkte ermöglichen. Überdies sollten derartige Technologien gleichermaßen auf den verschiedenen Stufen des Produktentwicklungsprozesses von Nutzen sein, sowie die Erfassung von Fehlern und Materialinhomogenitäten gestatten.

Um diesen Anforderungen nachzukommen, wollten europäische Forscher eine dreidimensionale (3D) virtuelle Modellierungsplattform auf Grundlage der Computertomografie (CT) entwickeln und erhielten dafür Finanzmittel im Rahmen des Detect-Projekts ("New product design and engineering technologies based on next-generation computed tomography").

Computertomografie ermöglicht die Rekonstruktion eines 3D-Modells aus 2D-Röntgenbildern, die an einer gegebenen Schnittachse eines Objekts aufgenommen werden. Dreidimensionale Computertomografie kommt bereits häufig in der medizinischen Diagnostik sowie bei der zerstörungsfreien Prüfung zum Einsatz, dennoch wollten die Wissenschaftler die Geschwindigkeit und die Flexibilität des Verfahrens verbessern, um es noch nützlicher für Konstruktion und Fertigung zu machen.

Die Forscher entwickelten zu diesem Zweck neuartige Hardware und Algorithmen für ein noch schnelleres, aber dennoch präzises Scannen von großen Teilen mit komplexen Geometrien. Ziel war eine zehnfache Reduzierung der Abtastzeit im Vergleich zu herkömmlichen Computertomografieverfahren.

Die Wissenschaftler erstellten gleichzeitig neue Bildverarbeitungsalgorithmen, mit deren Hilfe sehr große Datensätze geladen, visualisiert und verarbeitet sowie in ein CAD-Format (Computergestütztes Design) umgewandelt werden können, anstelle sie an verfügbare CT-CAD-Umwandlungssoftware anzupassen.

Das Detect-Konsortium entwickelt außerdem E-Learning-Tools und Demonstrationen für verschiedene Zielgruppen, um die neuartigen industriellen Einsatzmöglichkeiten von CT-Technik weltweit bekannt zu machen.

Derzeit wird eine ähnliche Technologie in erster Linie in den Vereinigten Staaten eingesetzt. Die Umsetzung des Detect-Systems wird die europäischen Konstrukteure und Hersteller bei der schnellen Lieferung maßgeschneiderter Produkte, die auf die individuellen Anforderungen der Nutzer abgestimmt sind, unterstützen, und somit der Wettbewerbsposition eines riesigen Sektors der europäischen Wirtschaft den Rücken stärken.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben