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FP6

INNORUBBER — Ergebnis in Kürze

Project ID: 508157
Gefördert unter: FP6-SME
Land: Spanien

Sohlen ankleben ohne gefährliche Chemikalien

Bei der Schuhherstellung kommen häufig chemische Klebstoffe zum Einsatz, um die Gummibesohlung mit dem Oberschuh zu verbinden. EU-finanzierte Forscher untersuchten Modifikationen an Klebesystemen mit dem Ziel, keine gefährlichen Chemikalien mehr verwenden zu müssen sowie Produktionszeit und Kosten senken zu können.
Sohlen ankleben ohne gefährliche Chemikalien
Bei der Schuhherstellung ist die Vorbereitung der Oberfläche von Besohlungsmaterialien ein eher kritischer Schritt. Der Arbeitsgang erfolgt im Allgemeinen von Hand, was ein zeit- und arbeitsintensiver Prozess ist und mit der Verwendung gefährlicher Chemikalien verbunden ist. Steigende Lohnkosten haben einen großen Teil der Fertigung in die Entwicklungsländer abwandern lassen, wo niedrigere Löhne und häufig weniger strenge Sicherheitsvorschriften winken.

Europäische Forscher initiierten deshalb das Innorubber-Projekt ("Intelligent and multifunctional rubber compounds/adhesives for the shoe industry") zur Entwicklung besserer Klebetechniken, bei denen auf den Einsatz gefährlicher Chemikalien verzichtet werden kann, wobei gleichzeitig die Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Schuhhersteller gestärkt werden soll.

Einer weltweiten Umfrage zu den von den Schuhherstellern eingesetzten gebräuchlichsten Klebesystemen folgend wählten die Wissenschaftler Materialien aus, um potenzielle Modifikationen zu bewerten. Ihr erklärtes Ziel war die Entwicklung sogenannter intelligenter und multifunktionaler Materialien.

Intelligente Materialien reagieren auf "intelligente" Weise auf Veränderungen in ihrer Umgebung - ganz so wie ein lebender Organismus. Beispielsweise kann eine Veränderung des Drucks oder der Temperatur in einer vorhersagbaren Änderung der Form oder der mechanischen Eigenschaften resultieren.

In diesem Sinne untersuchten die Forscher eine Voraktivierung von Klebestellen, die das Kleben ohne Einsatz von Chemikalien und ohne negative Auswirkungen auf das Endprodukt aufwerten könnte.

Intelligente Klebematerialien könnten möglicherweise die Oberflächenbehandlung überflüssig werden lassen und somit die Produktionszeit verkürzen und die Arbeitskosten senken. Durch sie könnte außerdem der Einsatz gefährlicher Materialien abgeschafft und damit eine erhebliche Senkung der Versicherungsprämien Realität werden.

Insgesamt könnten die Innorubber-Konzepte die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Schuhhersteller ausbauen sowie zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beitragen.

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