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FP6

GIANT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 512087
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH

Gentherapie im Kampf gegen Krebs

Obwohl die Gentherapie viele Möglichkeiten bietet, Tumorerkrankungen zu behandeln, sind diese noch alles andere als sicher, da der Gentransfer mit unspezifischen oder toxischen Nebenwirkungen einhergehen kann. Ein europäisches Netzwerk etablierte ein Expertennetzwerk für die Entwicklung neuer Vektoren, die für das menschliche Immunsystem spezifisch und "unsichtbar" sind.
Gentherapie im Kampf gegen Krebs
Gentherapie ist ein großer Hoffnungsträger zur Behandlung bislang unheilbarer Erbkrankheiten und erworbener Erkrankungen. Obwohl dieser viel versprechende Ansatz viele Möglichkeiten bietet, sind grundlegende Nachteile noch aus dem Weg zu räumen. Die größten Probleme resultieren aus mangelnder Sicherheit und Spezifität verfügbarer Vektoren, um in der Gentherapie eingesetzt zu werden.

Das Konsortium des EU-finanzierten Projekts GIANT (Gene therapy: an integrated approach for neoplastic treatment) sollte die Schwachstellen derzeitiger Vektoren beseitigen.

Die Forscher von GIANT entwickelten neue Technologien, um vorhandene virale und nicht-virale Vektoren effizienter zu machen, sodass sie vom Immunsystem nicht erkannt werden können. Die optimierten Vektoren wurden in präklinischer Umgebung und in klinischen Studien zur Behandlung von Prostatakrebs getestet.

Weiterhin wurden die Eigenschaften mehrerer tumorspezifischer, auf Adenoviren basierenden Vektoren optimiert und in präklinischen Studien evaluiert. Zudem entwickelten die Forscher neue Testsysteme für die funktionelle Charakterisierung dieser Viren, um Tierversuche zu reduzieren. Für den gezielten Einsatz der optimierten adenoviralen Vektoren wurden Strategien entwickelt, um diese nach Bedarf an- oder auszuschalten.

Klinische Tests an entsprechenden Mausmodellen und primären menschlichen Zellen enthüllten die größten Hürden für eine gezielte In-vivo-Gentherapie. Tests an Zelllinien mit gezielt eingesetzten Vektoren ergaben keine oder wenige toxische Nebenwirkungen. Beim Mausmodell war die Fähigkeit mehrerer Vektoren zur Diffundierung, Anheftung und der Penetration komplexer Strukturen sogar eingeschränkt.

Die neuen Methoden und Ressourcen von GIANT schufen die Grundlagen für die Entwicklung innovativer Assays und Vektoren zur Behandlung verschiedener Arten von Tumoren.

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