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FP6

LRUCM — Ergebnis in Kürze

Project ID: 516405
Gefördert unter: FP6-SME

Moderne Inspektionstechnologie zur Überprüfung der Infrastruktur

Die Fähigkeit zur Inspektion von Bauwerken und zur Feststellung von potenziellen Schäden, bevor diese eine Bedrohung für Leben und Existenzgrundlagen darstellen, ist von wesentlicher Bedeutung. EU-geförderte Forscher haben eine moderne Technologie entwickelt, um genau dieser Aufgabe gerecht zu werden.
Moderne Inspektionstechnologie zur Überprüfung der Infrastruktur
Im Laufe der Jahre haben Ingenieure und Architekten eine komplexe Infrastruktur von Pipelines, Bahngleisen und Brücken geschaffen, die dazu beitragen, Menschen und Gegenstände an ihre Bestimmungsorte zu befördern. Maßnahmen zum Küstenschutz wie Spundwände tragen zum Schutz von am Meer gelegenen Immobilien und Unternehmen vor Sturmschäden bei.

Die mit dem Lauf der Zeit und der Nutzung dieser Güter der Technik einhergehende Abnutzung führt zu Ölunfällen und -lecks sowie zu Schienenbrüchen und darauffolgenden Zugentgleisungen. Korrosion an Kabelbrücken und Spundwänden könnte katastrophale Folgen haben.

Die zerstörungsfreie Prüfung (NDT) umfasst eine Reihe diagnostischer Werkzeuge und Methoden, die es einem Inspektor ermöglichen, den Schaden zu "sehen", ohne selbst Schaden zu verursachen. Dies ist eine wertvolle Technik, die Zeit und Geld spart und Leben rettet.

Bei Ultraschallprüfungen werden hochfrequente Schallwellen eingesetzt, deren Eigenschaften im Falle eines vorhandenen Risses oder Mangels verändert werden. Die Langstrecken-Ultraschallprüfung (LRUT), auch als Prüfung durch geführte Ultraschallwellen bezeichnet, ist eine Technologie, die in den letzten zehn Jahren in Europa entwickelt wurde.

Beim LRUT-Verfahren werden niederfrequente Ultraschallwellen eingesetzt. Dadurch unterscheidet sich diese Technik von standardmäßigen Ultraschallprüfungen. Außerdem werden die Wellen von den Grenzen der länglichen Struktur geleitet, sodass nur ein geringer Verlust des Signals und an Energie entsteht.

Das LRUT-Verfahren ermöglicht eine Überprüfung aus einem Abstand von bis zu 10 Metern. Durch dieses Verfahren wird das gesamte Volumen abgedeckt und vollständige Teile können von einem einzigen Ausgangspunkt aus überprüft werden. Des Weiteren wird die Überprüfung von unzugänglichen Bereichen von begehbaren Stellen aus ermöglicht.

Ziel europäischer Forscher war es, das bereits bestehende LRUT-Verfahren zu verbessern und es einem neuen Zeitalter anzupassen und den Weg für neue Anwendungen zu ebnen. Durch das EU-finanzierte Projekt "Long-range ultrasonic condition monitoring" (LRUCM) konnten zahlreiche Untersuchungen in diesem Bereich durchgeführt werden.

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf die Verbesserung der Reichweite und der Empfindlichkeit bei Überprüfungen von Rohren, die Vergrößerung der Reichweite bei Schienen und Blechbauteilen sowie auf die Entwicklung von Personalschulungs- und Zertifizierungsprogrammen.

Das LRUCM-Projekt ermöglichte ein tiefes Verständnis der LRUT-Technologie und ihren Anwendungen. Die Nutzung der Ergebnisse könnte ca. 16 000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die sich mit Inspektion und Instandhaltung beschäftigen, zugutekommen. Außerdem könnten die Projektergebnisse mehr Leben und Existenzgrundlagen schützen.

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