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FP6

CENSOR — Ergebnis in Kürze

Project ID: 511071
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Deutschland

Bewältigung des El Niño-Effekts

Eine gemeinsame europäisch-amerikanische Studie hatte zum Ziel, die Auswirkungen, die El Niño und La Niña auf Küstengebiete und die örtliche Wirtschaft haben, nachzuweisen und zu verstehen. Die Projektergebnisse können dazu beitragen, die Lebensgrundlage der Küstenbevölkerung zu verbessern.
Bewältigung des El Niño-Effekts
Das Klimaphänomen der El Niño (EN) und La Niña (LN) – Southern Oscillation des tropischen Ostpazifiks beeinflusst die biologische Vielfalt des Meeres sowie die Ökologie, die Wirtschaft und die Infrastruktur der Region in direkter Weise. Sowohl der warme Strömung des EN als auch die kalte der LN verändern die Oberflächentemperatur des Meeres sowie den Luftdruck und beeinträchtigen die handwerkliche Fischerei, die Fischbestände und somit auch die örtliche Gesellschaft.

Um das Phänomen der El Niño Southern Oscillation (ENSO) besser verstehen zu können, führte die EU-finanzierte Initiative Censor europäische und amerikanische Spezialisten in einem interdisziplinären Rahmen zusammen. Es war das Ziel, die Auswirkungen von EN und LN auf die Küstenzone und ihre natürlichen Ressourcen besser erkennen zu können, die negativen Effekte des EN zu lindern und gleichzeitig seine positiven Effekte auf die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung nutzbar zu machen.

EN wurde sorgfältig untersucht, wobei besonders auf die zugrundeliegenden natürlichen Mechanismen geachtet wurde. Die Studien lieferten den lokalen Interessengruppen Indikatoren der EN-Ereignisse, die für Frühwarnungs- und Prognosesysteme zur Umweltqualitätskontrolle und für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden können.

Die Projektpartner bestimmten die Anforderungen der örtlichen Gesellschaft an den ENSO-Küstenzonen genau, um ein Gleichgewicht zwischen der Ausnutzung der natürlichen Ressourcen des Meeres und den dazugehörigen wirtschaftlichen und sozioökonomischen Anforderungen zu schaffen. Dies wurde durch Konsultation einer Datenbank erreicht, die wertvolle Informationen zum Klimaphänomen sowie die Ergebnisse früherer Initiativen enthielt. Schließlich wurde ein umfangreiches Modell angewandt, um die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Ökosystem zu identifizieren.

Censor untersuchte die Auswirkungen der ENSO auf das lokale Ökosystem und lieferte Vorschläge für eine bessere Ausnutzung der natürlichen Ressourcen sowie für das Fischereimanagement. Die Ergebnisse stießen bei der örtlichen Gesellschaft auf ein großes sozialwirtschaftliches Interesse.

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