Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

RANA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 6459
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Dänemark

Risikoanalysen für Iridoviren bei europäischen Fischen

Um Infektionsausbrüchen in aquatischen Ökosystemen entgegenzuwirken, müssen Risikoanalysen durchgeführt und die Ausbreitung von Iridoviren überwacht werden. Europäische Forscher entwickelten Methoden zur Diagnose solcher Infektionskrankheiten und deren Bekämpfung.
Risikoanalysen für Iridoviren bei europäischen Fischen
Die Bezeichnung Iridoviren leitet sich vom irisierenden Effekt stark befallener Insekten ab. Obwohl Iridoviren hauptsächlich invertebrate Wirte infizieren, werden auch Fische und Amphibien befallen.

Da zur Pathogenese der Iridoviren bei Fischen noch wenig bekannt ist, widmete sich das EU-finanzierte Projekt RANA der Risikoanalyse im Zusammenhang mit systemischen Infektionen bei Zuchtfischen und frei lebenden Süßwasserfischen und Amphibien in der EU. In mehreren experimentellen Versuchsreihen wurde der Infektionsverlauf bei wichtigen europäischen Arten von Zucht- und frei lebenden Süßwasserfischen sowie Amphibien untersucht.

Immunologische diagnostische Methoden wurden entwickelt, um pathologische und pathogene Prozesse für alle betroffenen Arten zu charakterisieren und Infektionsausbrüche innerhalb der europäischen Union zügig aufzudecken. Weiterhin wurden molekulare Methoden entwickelt, um zwischen hochvirulenten und weniger virulenten Isolaten zu unterscheiden.

Auf Basis epidemiologischer Analysen wurde ein Risikomodell erstellt, mit dem sich Auswirkungen einer Infektion sowie Ausbreitungsmuster ermitteln lassen. Weiterhin wurde untersucht, wie sich der Handel mit Fischen und Amphibien auf die Übertragungs-, Einschleppungs- und Ausbreitungsrate auswirkt.

Obwohl die Daten aus den Risikoanalysen noch ausgewertet werden müssen, lieferte RANA bereits Empfehlungen zur Vermeidung von Ansteckung und Ausbreitung schwerer Iridovireninfektionen in der EU.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben