Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

AUTOROME — Ergebnis in Kürze

Project ID: 5264
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Deutschland

Die individuelle Behandlung seltener Autoimmunkrankheiten

Seltene Autoimmunkrankheiten beeinträchtigen die Lebensqualität vieler Europäer und es fehlen ausreichend Prognose- und Therapieinstrumente. Daher wurde ein europäisches Forschungsnetzwerk geschaffen, um diese Erkrankungen zwecks Erarbeitung eines personalisierten Therapieansatzes näher zu beleuchten.
Die individuelle Behandlung seltener Autoimmunkrankheiten
Der Begriff Autoimmunkrankheiten bezieht sich auf eine Gruppe von Erkrankungen mit variablen klinischen Symptomen, bei denen eine autoimmune Pathogenese eine Rolle spielt. Sie können einzelne oder mehrere Organe betreffen und in den meisten Fällen verursachen sie schwere und chronische Morbidität und Behinderungen. Nur wenige von ihnen sind umfassend erforscht. Sie sind größtenteils selten und es liegen keine epidemiologischen Daten für sie vor.

Das von der EU finanzierte Projekt "Autrome" richtete ein Exzellenznetz ein, das viele europäische Forschungszentren auf dem Gebiet der Autoimmunkrankheiten miteinander verknüpfte. Das Konsortium charakterisierte mit Hilfe postgenomischer Instrumente pathophysiologische Mechanismen seltener Autoimmunkrankhieten, um langfristig personalisierte Diagnose- und Therapiestrategien zu entwickeln.

Die Wissenschaftler des Autorome-Teams konzentrieren sich auf antikörpervermittelte Autoimmunkrankheiten, wie beispielsweise systemischer Lupus erythematodes (SLE), systemische Sklerose (SSC), Anti-Phospholipid-Syndrom (APS), autoimmunes lymphoproliferatives Syndrom (ALPS) und Stiff-Person-Syndrom (SPS).

Die synergetische Forschung des Autorome-Netzwerks erweiterte die Kenntnisse über die an Autoimmunkrankheiten beteiligten molekularen Prozessen, wodurch ihre Klassifizierung und Charakterisierung erleichtet wird. Darüber hinaus wurden wichtige klinische Daten erfasst, um die Rolle genetischer und Umfeldfaktoren bei der Pathogenese von Autoimmunkrankheiten besser zu verstehen.

Die vom Netzwerk ins Leben gerufenen und geförderten Initiativen konnten deutliche Fortschritte bei den Erkenntnissen über Autoimmunkrankheiten erzielen. Modernste Technologien wurden in einer effizienten und neuartigen Form kombiniert, sodass wichtige Rückschlüsse zur humoralen, zellulären und molekularen Grundlage dieser Krankheiten möglich wurden. Der Grundgedanke der aller Studien waren die individuellen Funktionen des Zusammenspiels zwischen genomischen und Umfeldfaktoren bei den einzelnen Menschen hinsichtlich Autoimmunkrankheiten.

Das im Laufe der letzten 20 Jahre zusammengetragene Wissen auf dem Gebiet wurde von den Wissenschaftlern des Autorome-Teams mit der jüngsten modernen Technologie erfasst und erneut analysiert. Der Datenbestand wurde in eine Datenbank eingespeist, auf die die Mitglieder des Konsortiums Zugriff haben.

Die Errungenschaften von Autorome sind von großer Bedeutung für die effiziente Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Forschergemeinschaft auf dem Gebiet der Autoimmunkrankheiten. Durch diese gemeinsamen Tätigkeiten wurden unbekannte Seiten der Autoimmunkrankheiten entdeckt, neue Instrumente für ihre Untersuchung entwickelt und vor allem alle aktuellen Informationen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank erfasst und eingepflegt werden.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben