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FP6

TRANSMAP — Ergebnis in Kürze

Project ID: 510862
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Portugal

Grenzüberschreitende Meeresschutzgebiete für Ostafrika

Das Projekt Transmap entwickelte die wissenschaftliche Grundlage für die Schaffung einer Reihe von grenzüberschreitenden Netzwerken von Meeresschutzgebieten (MPA, Marine Protected Area) entlang der ostafrikanischen Küste. Die gewonnen Erkenntnisse standen bezogen sich auf Art, Größe und Lage der Schutzgebiete, die ökologisch sinnvoll wären und gleichzeitig die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und eine sozioökonomische Entwicklung für die Zukunft erlauben.
Grenzüberschreitende Meeresschutzgebiete für Ostafrika
Zur Aufdeckung von Wissenslücken und zur Vermeidung von Doppelarbeit wurde ein Grundsatz definiert. Zur Grundsatzdefinition wurden bestehende Informationen und Datenbanken gesammelt sowie Lebensraumarten und die Nutzung von Küstenregionen sowohl auf Land- als auch auf Meerseite aufgezeichnet. Zudem wurde eine biophysikalische Analyse durchgeführt, um Bereiche mit hoher Biodiversität zu lokalisieren und Arten sowie Lebensräume zu bestimmen, die besonders schützenswert sind.

Die Wissenschaftler führten eine sozioökonomische Untersuchung durch, um die Einnahmequellen, die Gemeinden aus natürlichen Ressourcen und aktuellen sozioökonomischen Erfordernissen zur Verfügung stehen, zu bestimmen und zu bewerten. Sie wurde anhand regionaler, nationaler und lokaler Analysen durchgeführt.

Die Projektpartner untersuchten die Frage der Handlungskompetenz, indem sie die institutionellen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen zur Schaffung und Verwaltung von MPAs bewerteten. Zudem befasste man sich damit, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen zur Schaffung von grenzüberschreitenden Entwicklungsplänen aufeinander abzustimmen. Es wurden weiterhin alternative MPA-Szenarien untersucht, die verschiedene geografische Regionen und Schutzziele umfassten.

Die vom Projekt Transmap zusammengetragenen Informationen wurden verwendet, um thematische Karten des Untersuchungsgebiets aus dem geografischen Informationssystem (GIS) zu erstellen. Es umfasste Karten der verschiedenen Arten von Küstenlebensräumen, die auf der satellitischen Fernerkundung basierten. Diese Arbeit ermöglichte es uns, die Veränderungen der Ökosysteme, geografischen Merkmale sowie politischen und administrativen Grenzen zu beobachten.

Transmap stellte einen Grundsatz für zukünftige Forschungsinitiativen sowie Politikempfehlungen zur Verfügung, die dabei helfen werden, ein grenzüberschreitendes Netzwerk an Schutzgebieten in Ostafrika aufzubauen. Von den Schutzgebieten werden sowohl die Natur der Region als auch die heimische Bevölkerung profitieren.

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