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FP6

DINAMICS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 26804
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Österreich

Eine schnelle und starke Wasseranalysetechnologie

Die öffentliche Wasserversorgung ist eines der möglichen Ziele von Bioterroristen, die biologische Agenzien für terroristische Angriffe einsetzen. Um diese Bedrohung zu bekämpfen, entwickelten EU-geförderte Wissenschaftler eine Technologie zur schnellen Erkennung von einer Vielzahl von Krankheitserregern.
Eine schnelle und starke Wasseranalysetechnologie
Im Falle von Bioterrorismus, besonders wenn das Trinkwasser beeinträchtigt ist, spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Schnelle und kosteneffiziente Vor-Ort-Methoden zur Analyse von Wasserproben können zu einer weit verbreiteten Nutzung und einem besseren Umwelt- und Verbraucherschutz beitragen. Eine Technologie zur Vor-Ort-Analyse von Wasser könnte schnelle, lebensrettende Eingriffe ermöglichen.

Europäische Wissenschaftler wollten eine solche Technologie in Form eines Chip-Labors zur Erkennung von Krankheitserregern im Wasser entwickeln. Mithilfe der EU-Finanzierung entwickelte das Projekt "Diagnostic nanotech and microtech sensors" (Dinamics) eine Analysesystem auf Basis einer DNS-Hybridisierung.

Die DNS-Hybridisierung ist ein Verfahren, bei dem eine DNS-Probe verwendet wird, um in einer andern Probe eine ähnliche DNS-Sequenz nachzuweisen. Die Dinamics-Forscher kombinierten diese Technik mit Nanotechnologie und erhielten so zwei sich ergänzende Technologielösungen.

Das Microarray und seine Sensoren ermöglichen die Erkennung eines elektrischen Signals bzw. von Unterschieden in der UV-Absorption in Reaktion auf eine DNS-Hybridisierung. Zusätzliche unterstützte das Array eine sensible und simultane Erkennung einer Vielzahl von Krankheitserregern.

Das Microarray und seine Sensoren ermöglichen die Erkennung eines elektrischen Signals oder eines Chemilumineszenzsignals in Reaktion auf eine DNA-Hybridisierung. Zusätzlich unterstützte das Array einen sensiblen und gleichzeitigen Nachweis einer Vielzahl von Krankheitserregern.

Fünf Mikrofluidikmodule wurden in ein Warnsystem integriert, das automatisch eine Warnmeldung an die zuständigen Behörden schicken kann. Für diese fünf Verfahren benötigt man bei manueller Ausführung normalerweise 10 Stunden. Wird die automatisierte Dinamics-Technologie eingesetzt, kann die Bearbeitungszeit auf zwei Stunden verkürzt werden, was entscheidende Vorteile für ein schnelles Eingreifen birgt und somit lebensrettend sein kann.

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