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FP6

BEDOUIN HEALTH — Ergebnis in Kürze

Project ID: 15362
Gefördert unter: FP6-INCO

Bessere medizinische Versorgungsleistungen für Beduinen

Nomadisch lebenden Völkern in den ländlichen Regionen Jordaniens und des Libanon soll eine neue EU-Initiative jetzt der Zugang zu wichtigen medizinischen Versorgungsleistungen erleichtern.
Bessere medizinische Versorgungsleistungen für Beduinen
Jenseits der belebten jordanischen und libanesischen Großstädte leben in den abgelegeneren ländlichen Gegenden Beduinenvölker, die dringend einer besseren medizinischen Versorgung bedürfen. Das EU-finanzierte Projekt BEDOUIN HEALTH sollte dafür sorgen, dass diese schlecht erschlossenen Gebiete besser medizinisch versorgt werden. Das Projekt dokumentierte, die Gewohnheiten nomadisch lebender Menschen im Krankheitsfall, vor allem im Zusammenhang mit Reproduktionsmedizin und Kinderheilkunde. Hierzu wurden Interessenvertreter, Entscheidungsträger, aber auch die Beduinen selbst befragt.

In der östlichen Wüste Jordaniens und der Bekaa-Ebene im Libanon wurde in Erhebungen ermittelt, inwieweit dort medizinische Leistungen bereitgestellt und in Anspruch genommen werden. Dokumentiert wurden sowohl präventive als auch therapeutische Maßnahmen für Frauen und Kinder, um herauszufinden, welche Faktoren den Zugang zu dieser spezifischen Art von Versorgung behindern. Entsprechend wurden Verbesserungsvorschläge für Versorgung und Zugang gemacht und die Ergebnisse und Empfehlungen zuständigen Interessenvertretern übermittelt.

Entscheidungsträger wurden angehalten, sich effizienter um Erwerb und Wartung von Ausrüstung zu kümmern, die Bereitschaft medizinischer Fachkräfte, sich in ländlichen Gegenden niederzulassen, durch entsprechende Anreize zu fördern und auf die Notwendigkeit von Impfungen hinzuweisen. Empfehlungen für medizinische Einrichtungen umfassten Videokonferenzen, um abgelegene Gebiete in die Versorgung einzubeziehen, sowie Geburtshilfe, Pädiatrie, Schulungen und Verfügbarkeit medizinischer Leistungen zu verbessern.

BEDOUIN HEALTH entwickelte Empfehlungen für Kommunen sowie Leitlinien und Vorschläge zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von Beduinenstämmen in abgelegenen Gebieten. Das Modell eignet sich auch für andere Gegenden im Nahen Osten und in Nordafrika, um das Gesundheitswesen vor allem für unterversorgte Teile der Gesellschaft zu verbessern.

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