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FP6

WEMED — Ergebnis in Kürze

Project ID: 517620
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Italien

Bessere Wassernutzung für Felder im Mittelmeerraum

Wissenschaftler haben ein altes, aber zunehmendes Problem neu untersucht: die Wassernutzung auf Feldern in Trockenregionen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen sollen fragilen Volkswirtschaften zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit verhelfen.
Bessere Wassernutzung für Felder im Mittelmeerraum
In den Ländern des Mittelmeerraums und Südeuropas ist Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Effizienz der Wassernutzung (Water Use Efficiency, WUE) auf Anbauflächen wurde bereits in vielen Forschungsprojekten untersucht. Allerdings blieb die praktische Umsetzung der Ergebnisse vor Ort eingeschränkt.

Die beschriebenen Methoden waren der landwirtschaftlichen Realität in einigen Mittelmeerregionen nicht angemessen. In anderen Fällen gab es keinen effizienten Wissensaustausch zwischen den Forschern und Endanwendern bzw. Bauern.

Um das regionale Wassermanagement bzw. WUE in mediterranen Entwicklungsländern zu verbessern, initiierten Wissenschaftler das EU-finanzierte Projekt "Evaluation of the water use efficiency indicators in the Mediterranean region" (WEMED).

Die Wissenschaftler bauten intensiv auf eine Reihe diverser Realkosten-Modelle. Darüber hinaus gaben sie wichtige Anregungen zu neuen Modelle, die ein genaueres Bild zu Wassernutzung und Effizienz bieten sollen.

Das Konsortium untersuchte die Entwicklung von WUE-Indikatoren mit Blick auf bessere Wassernutzung sowie die Entwicklung oder Einführung neuer Kulturen, die trockenem und aridem Klima besser widerstehen. Zu den Indikatoren der Wasserproduktivität und Nutzungseffizienz – also Biomasse, Erträge, Gewinn usw. – wertete das Team eine Vielzahl weiterer Parameter aus.

Um die Wasserversorgung und Bewässerungszeitpunkte zu optimieren, wurden intelligente, auf Nachfragevorhersagen basierende Systeme erfolgreich eingesetzt. Auch Ertragssteigerungen waren ein wichtiges Thema, insbesondere durch den Anbau von dürreresistenten Pflanzen, entweder natürlicher (z. B. Obstbäume) oder durch Genomik gezüchteter Sorten.

Abschließend identifizierten die Wissenschaftler zentrale Wassernutzungsfaktoren und schlugen, mit Blick auf globale Veränderungen und die wachsende menschliche Nachfrage auf Wasserkosten und Erträgen bestimmter Nutzpflanzen basierend, ein partizipatives Gebührensystem vor.

Eine weitere Untersuchung brachte der WEMED wichtige Einsichten und Feldergebnisse für eine verbesserte Wassernutzung in Mittelmeer-Entwicklungsländern. Die Ergebnisse liefern den betroffenen Volkswirtschaften bedeutende Impulse und neue Möglichkeiten in Zeiten zunehmender Wasserknappheit.

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