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FP6

BEN-DET — Ergebnis in Kürze

Project ID: 508107
Gefördert unter: FP6-SME

Messung der Luftverschmutzung

Emissionen haben ernste Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger Europas und kosten das EU-Gesundheitssystem und die Volkswirtschaften zweistellige Milliardenbeträge. Die Bekämpfung einer derartigen Verschmutzung erfordert präzise, schnelle und kostengünstige Messtechnologien.
Messung der Luftverschmutzung
In der EU bedroht die Luftverschmutzung die Gesundheit der Menschen und ist jährlich für mehrere tausend vermeidbare Todesfälle verantwortlich. Ein besonders ernstzunehmender Schadstoff der Innenluft ist Benzol. Dieser Kohlenwasserstoff wird in vielen industriellen Prozessen bei der Herstellung von Reinigungsmitteln, Ölen, Schmiermitteln, Farben und Lacken, bestimmten Arten von Gummi, Arzneimitteln und synthetischen Fasern eingesetzt und wird darüberhinaus auch aus Tabakrauch freigesetzt. Die durch die Produktion von Benzol verursachte Verschmutzung führt zu mehr als 10 000 Todesfällen pro Jahr.

Im Zuge der Bemühungen für eine Kontrolle der Luftverschmutzung fordert die EU-Gesetzgebung die Messung von Emissionen durch aktive Probenahme auf eine Absorptionskartusche gefolgt von einer gaschromatografischen Bestimmung. Das Problem bei dieser Methode besteht darin, dass die Proben entnommen und zur Analyse in ein Labor transportiert werden müssen. Bei diesem zeitaufwändigen und relativ teuren Verfahren besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung der Proben, gelten die Ergebnisse nur für einen bestimmten Zeitpunkt und von der Probennahme bis zu den Ergebnissen vergeht viel Zeit.

BEN-DET, ein Projekt, das durch das Sechste Rahmenprogramm (RP6) der EU zur Förderung von Forschung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) finanziert wurde, präsentierte eine innovative Lösung. Das Projekt entwickelte ein tragbares, integriertes Messinstrument für Benzol. Hierbei kam eine Technologie zum Einsatz, die auf einem modernen Photoionisationsdetektor in Verbindung mit einem neuartigen polymerbasierten, trägen Mikrokonzentrator und einer gaschromatischen Säule beruht.

Das Projekt untersuchte, entwickelte und erprobte verschiedene Optionen für den Guss von Polymeren, Gehäuse, kostengünstige Methoden für die Temperaturmessung ohne Temperatursensoren, Kohlefilter und Photoionisationsdetektoren. Diese wurden dann in ein effizientes tragbares Prototyp-Messinstrument integriert.

Der BEN-DET-Detektor bietet eine Reihe von Vorteilen für die weltweite Bekämpfung von Luftverschmutzung. So kann es beispielsweise zwischen Benzol und anderen ähnlichen Kohlenwasserstoffen unterscheiden und nutzt GPS, um die Messergebnisse automatisch, sicher und aus der Entfernung zu verfolgen und aufzuzeichnen.

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