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FP6

STEMS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 37328
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Frankreich

Stammzelltherapie bei Schlaganfall

Wie klinische Pilotstudien an Patienten zeigten, ist das therapeutische Potenzial von Stammzellen (SZ) ausgesprochen hoch. Führende europäische Forscher evaluierten neue SZ-Quellen und standardisierten Kultur- und Transplantationsbedingungen für künftige therapeutische Anwendungen.
Stammzelltherapie bei Schlaganfall
In der regenerativen Medizin ist die Stammzellforschung ein neues Forschungsfeld mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für eine ganze Reihe von Erkrankungen. Stammzellen besitzen die außergewöhnliche Fähigkeit, sich in eine Vielzahl von Zelltypen differenzieren und sich selbst regenerieren zu können. Dass eine SZ-Transplantation zur Therapie eines Schlaganfalls geeignet ist, zeigte sich bereits beim Einsatz von Knochenmarkstammzellen und –zelllinien.

Um die SZ-Therapie als gängige Therapieform zu etablieren, sind jedoch noch verschiedene Aspekte zu klären: zum einen müssen die Bedingungen für die Vermehrung und Differenzierung von SZ zur Züchtung regionsspezifischer Transplantate genauer definiert und reguliert werden. Inwieweit sich die Eigenschaften von SZ nach einer Transplantation verändern, muss im Vorfeld abschätzbar sein. Auch die Mechanismen, die eine funktionelle Verbesserung nach einem Schlaganfall bewirken, müssen geklärt sein.

Um diese Voraussetzungen zu erfüllen und weitere SZ-Quellen zur Behandlung von Schlaganfällen zu identifizieren und zu evaluieren, optimierte das EU-finanzierte Projekt STEMS (Pre-clinical evaluation of stem cell therapy in stroke) die Kulturbedingungen bei der Differenzierung humaner embryonaler Stammzellen (hESZ) zu neuralen Vorläuferzellen mit Schwerpunkt auf der präklinischen Entwicklung. Zudem wurden Tierprotokolle und Methoden für Verhaltensanalysen standardisiert. Definiert wurde das optimale Stadium der Differenzierung in Vorbereitung der Transplantation in einem experimentellen Rattenmodell für Schlaganfall. Weiterhin wurde untersucht, inwieweit human-induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) die Fähigkeit zur neuronalen Differenzierung besitzen, und diese mit ESZ verglichen.

Ziel von STEMS war es, Möglichkeiten und Grenzen einer SZ-Therapie bei Schlaganfall aufzuzeigen, indem die Differenzierungskapazität und das regenative Potenzial von ESZ an Tiermodellen getestet werden. Die Ergebnisse sollen den Weg für klinische Studien und Therapien ebnen.

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