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FP6

NOVACOAT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 5799
Gefördert unter: FP6-SME

Nanokomposit-Fliesenbeschichtung

Die Ablösung der derzeitig praktizierten Fliesenherstellung bei hohen Temperaturen durch ein Niedrigtemperatur-Beschichtungsverfahren würde eine umweltverträgliche Methode mit neuartigen Dekorationstechnologien verbinden. Die Hybridprodukte würden den Herstellern Instrumente an die Hand geben, mit denen sie wirklich einzigartige Produkte herstellen und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern könnten.
Nanokomposit-Fliesenbeschichtung
Die Herstellung von Wandfliesen bedingt üblicherweise eine Beschichtung mit einer anorganischen Glasur, die jedoch hohe Temperaturen erfordert und oft zu einer geringen Abriebfestigkeit und chemischen Beständigkeit führt. Organische Polymerbeschichtungen wurden alternativ empfohlen. Sie könnten eine erhöhte Widerstandsfähigkeit bieten und sie mit neuartigen dekorativen Optionen verbinden.

Um eine haltbare Niedrigtemperaturbeschichtung zu liefern, die schließlich bei der Herstellung von Wandfliesen die Glasurschicht ersetzen könnte, hatte das EU-finanzierte Konsortium Novacoat vor, eine Nanokomposit-Beschichtung zu entwickeln.

Es wurde viele verschiedene Hybridzusammensetzungen erprobt, die jedoch weiter entwickelt werden müssten, um die für den Handel zulässigen Anforderungen für eine Verwendung in Badezimmern und Küchen zu erreichen. Nichtsdestotrotz wurde eine neue Zubereitung für die Novacoat-Beschichtung entwickelt, die vollständig auf Wasser basiert und über chemische und mechanische Eigenschaften verfügt, die den handelsüblichen organischen Beschichtungen ähneln.

Im Projekt wurden auch neue Farbgebungen und holografische Effekte untersucht, die Dekorationstechniken ergänzen würden, während die technischen Anforderungen, die für den Einsatz bei Keramikfliesen zulässig sind, erhalten bleiben. Die vielversprechenden ästhetischen Ergebnisse, die im Novacoat-Projekt erzielt wurden, ermutigten die Partner, die Entwicklung innovativer Dekorationslösungen weiterzuführen.

Das Konsortium verglich seine Hybridbeschichtungen mit zwei neu auf dem Fliesenmarkt eingeführten Beschichtungen, um potenzielle Verbesserungsaspekte zu identifizieren. Die Ergebnisse dieses Vergleichs ließen einige Schwachstellen bei den kommerziell eingeführten Produkten erkennen und machten das Problem deutlich, dass die Haltbarkeit der derzeit verfügbaren Hybridbeschichtungen, die für Fliesen angewandt werden, verbessert werden müsse.

Die erheblichen Fortschritte in Bezug auf das Verständnis und die Nutzung neuer Designmöglichkeiten der Hybridbeschichtungen boten den teilnehmenden kleinen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Auch durch die Förderung der neuartigen Technologien werden die Unternehmen in der Lage sein, künftig den Anforderungen der Industrie gerecht zu werden.

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