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FP6

STACS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 44597
Gefördert unter: FP6-SOCIETY
Land: Frankreich

Brücken zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft schlagen

Das Engagement der Zivilgesellschaft in die Wissenschaften hat nun hohe Priorität auf der europäischen Wissenschaftsagenda. Ein von der EU finanziertes Projekt hat eine Plattform für Zusammenarbeit und Dialog zwischen den beiden Interessengruppen auf europäischer Ebene geschaffen.
Brücken zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft schlagen
Die Frage der Beteiligung der Zivilgesellschaft am Thema Forschung hatte auf der wissenschaftlichen Agenda nicht immer Priorität. Das Thema hat allerdings in letzter Zeit in Zusammenhang mit der europäischen Vision einer wissensbasierten Gesellschaft, die einen frühzeitigen Dialog zwischen Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft einfordert, immer mehr Gewicht bekommen.

Die Steigerung der gesellschaftlichen Relevanz der Forschung wirft jedoch zahlreiche Fragen auf. In welchen Fällen und auf welche Weise kann die Zivilgesellschaft fruchtbringend in die Regulierung und die Erzeugung wissenschaftlicher Erkenntnisse einbezogen werden? Wie können Organisationen der Zivilgesellschaft für die Beteiligung an der Vorausschau und der Wissenschaftspolitik dienenden Aktivitäten und an Forschungsprojekten vorbereitet werden? Die Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen zählte zu den wichtigsten Herausforderungen, mit denen das STACS-Projekt ("Science, technology and civil society - Civil Society Organisations, actors in the European system of research and innovation") konfrontiert war.

Die EU-finanzierte Initiative im Themenbereich Wissenschaft, Technik und Zivilgesellschaft startete mit der Erforschung der Durchführbarkeit von Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft in verschiedenen Forschungsgebieten. Man betrachtete überdies Wege, um die Interaktion zwischen der Wissenschaftsdynamik sowie den Bedürfnissen und den Anliegen der Gesellschaft zu optimieren.

Die Forscherinnen und Forscher des STACS-Projekts sollten einen Einfluss auf die Stärkung der Beteiligung von Organisationen der Zivilgesellschaft an der Entwicklung von Forschungsprotokollen ausüben. Man zielte überdies darauf ab, neue Argumente und Themen in öffentliche und politische Debatten über wissenschaftlich-technische Probleme mit weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen einzubringen.

STACS initiierte in dem Bemühen, die Kapazität der Organisationen der Zivilgesellschaft zur Annäherung an wissenschaftliche Fragestellungen aufzubauen, Trainingsseminare zu gesellschaftlich bedeutenden wissenschaftlichen Fragen. In Ergänzung dazu fanden Workshops statt, die als Forschungsprojekt-"Kinderstuben" dienten, in denen Forschungsthemen für die Zusammenarbeit zwischen Organisationen der Zivilgesellschaft und öffentlichen Forschungseinrichtungen ermittelt wurden. Ziel war die Einbeziehung der Organisationen der Zivilgesellschaft in zukünftige Forschungsprojekte des Siebten Rahmenprogramms der EU (RP7). Die Workshops waren thematischen Prioritäten des RP7 wie etwa den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Nanotechnologien und sozioökonomische Wissenschaften gewidmet.

Diese Seminare und Workshops halfen Wege zum Aufbau von Verbindungen mit Forschungseinrichtungen zu finden und Arbeitsgruppen zu ermitteln, die Interesse an einer Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft haben.

Die Seminare zur Kapazitätsbildung und die vorbereitenden Workshops des STACS-Projekts wurden von Teilnehmern und Organisatoren als ein echter Erfolg wahrgenommen. Sie dienten als Beispiele dafür, wie Organisationen der Zivilgesellschaft und Wissenschaftler Ansichten zum gleichen Thema austauschen und über einen kooperativen Ansatz Arbeitsbeziehungen aufnehmen können.

Ein weiterer Projektbereich konzentrierte sich auf die Verbreitung von Wissen. STACS erstellt eine Website, die über das Projektende hinaus bestehen blieb, wodurch eine europaweite Plattform für den Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Wissenschaftlern geschaffen wurde. Das Projektteam führte außerdem eine Analyse des europäischen Forschungssystems durch, um die Wahrnehmung der Organisationen der Zivilgesellschaft zu erhöhen und deren Kapazitäten diesbezüglich zu stärken, dass sie von den unternommen Forschungsinitiativen profitieren können.

Zu guter Letzt wurden Treffen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments sowie Beamtinnen und Beamten der verschiedenen Dienststellen der Europäischen Kommission anberaumt. Bei diesen Treffen präsentierten die Projektverantwortlichen die Erkenntnisse und diskutierten mit den Politikgestaltern darüber, auf welche Weise den Bürgerinnen und Bürgern des Kontinents die europäische Forschung näher zu bringen ist.

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