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FP7

CAMBRELLA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 241951
Gefördert unter: FP7-HEALTH
Land: Deutschland

Alternative Medizin in Europa

Komplementäre und alternative Medizin (KAM) ist in Europa zwar populär, jedoch schwierig zu untersuchen. Ein EU-Projekt hat daran gearbeitet, die Unsicherheiten abzubauen.
Alternative Medizin in Europa
KAM wird in der Regel von Europäern akzeptiert. Die Verwendung dieser Leistungen hat in den letzten Jahrzehnten exponentiell zugenommen. Die Europäer möchten jedoch zuverlässige und vertrauenswürdige Informationen. Außerdem möchten sie eine transparente Regulierung in Bezug auf KAM und die Schulung von KAM-Anwendern. Darüber hinaus ist es schwierig zu ermitteln, was Europäer über KAM denken.

Die Untersuchung des Themas ist aufgrund der großen Vielfalt an Definitionen und Gesetzen in Europa schwierig. KAM wird in jedem der untersuchten 39 Länder separat reguliert. Das Ziel des EU-finanzierten Projekts "A pan-European research network for complementary and alternative medicine" (CAMBRELLA) war es, den Status der KAM-Verwendung in Europa zu ermitteln.

Die Mitglieder des Konsortiums hatten das Ziel, den Einsatz von KAM in Europa zu untersuchen und einen Plan für die KAM-Forschung zu entwickeln. Die spezifischeren Ziele waren Folgende: Entwickeln einer gemeinsamen Terminologie, Verstehen des Patientenbedarfs an KAM und ihrer Prävalenz, Prüfen des rechtlichen Status von KAM und der Richtlinien in Bezug auf ihre Bereitstellung sowie Ermitteln dessen, was Europäer über KAM denken. CAMBRELLA hatte zudem das Ziel, ein Forschungsnetzwerk und Pläne für die weitere KAM-Forschung einzurichten.

CAMBRELLA hat viele dieser Fragen erfolgreich beantwortet, die Antworten indizieren jedoch den Bedarf an weiterer Forschung. Eine Literaturübersicht zeigt beispielsweise KAM-Prävalenzraten von 0,3 und 86 %, einen Bereich, der zu allgemein ist, um aussagekräftig zu sein. Einige europäische Länder verfügen über zuverlässige Daten, die Mehrheit der anderen Länder jedoch nicht. Die vorhandenen Informationen legen nahe, dass pflanzliche Arzneimittel die am häufigsten verwendeten Produkte und muskuloskelettale Erkrankungen die häufigsten Leiden sind.

Auf ähnliche Weise hat CAMBRELLA Inkonsistenzen in der Bereitstellung von KAM-Leistungen in Europa festgestellt. Ärztliche und nichtärztliche Anbieter stellen die Leistungen zur Verfügung, während Regulierungs- und Schulungsanforderungen zwischen den Ländern oder sogar Regionen stark abweichen. Europa hat einen langen Weg vor sich, bevor diese Leistungen in allgemeinen Begriffen überhaupt diskutiert werden können.

CAMBRELLA hat mehr Fragen aufgeworfen, als es beantwortet hat, obwohl dies für das Definieren des zukünftigen Forschungsplans von Vorteil ist. Von diesem Standard aus, können Grundlagen für die Regulierung der KAM-Bereitstellung und -Schulung weiter entwickelt und klare Forschungsergebnisse realisiert werden.

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