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FP7

WALQING — Ergebnis in Kürze

Project ID: 244597
Gefördert unter: FP7-SSH
Land: Österreich

Europa braucht mehr (und bessere) Arbeitsplätze

Will die EU die Ziele der Europa 2020-Strategie erreichen, so müssen Millionen von Arbeitsplätzen geschaffen und ein Beschäftigungsziel von 75 % bis 2020 verwirklicht werden. Ein EU-finanziertes Projekt untersuchte Querverbindungen zwischen Beschäftigungsausbau, Arbeitsplatzqualität und Wohlbefinden der Angestellten.
Europa braucht mehr (und bessere) Arbeitsplätze
"Work and life quality in new and growing jobs", kurz das WALQING-Projekt, hob bewährte Praktiken und Beispiele auf dem Arbeitsmarkt hervor, die in ganz Europa übernommen werden können.

Gesamtziel ist die Beeinflussung politischer Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Volkswirtschaften. Die Projektresultate sind unter WALQING-Internetseite zu finden und beinhalten eine gründliche Analyse der Europäischen Erhebung über Arbeitskräfte (European Labour Force Survey), der Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen (European Working Conditions Survey), der Europäischen Erhebung zur Lebensqualität (Quality of Life Survey) und EU-Statistiken über Einkommen und Lebensbedingungen.

Ein innerhalb des Projekts entwickelter BART-Index (ausgewogener absoluter und relativer Trend, balanced absolute and relative trend) gestattete den Forschern die Untersuchung des Beschäftigungswachstums in den einzelnen Ländern.

Die Forscher konzentrierten sich auf den Bau, die Gastronomie, die Abfallentsorgung, die mobile Altenpflege und die Reinigungsbranche. Diese fünf expandierenden Sektoren stehen für eine schlechte Qualität der Arbeitsplätze (gering qualifizierte Arbeit, niedrige Löhne, Unsicherheit durch schlechte Arbeitsplatzqualität, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken). Die Arbeitnehmer in diesen Bereichen haben häufig unter diskontinuierlicher und unsicherer Arbeit, Armut und eingeschränkten Perspektiven zu leiden.

WALQING identifizierte Querschnittsthemen und Herausforderungen, indem man Erkenntnisse aus verschiedenen Sektoren und Ländern verglich. Das Projekt fand heraus, dass von 2000 bis 2008 etwa die Hälfte des Beschäftigungswachstums in Europa (ca. 16,67 Millionen geschaffene Arbeitsplätze) mit unterdurchschnittlicher Qualität der Arbeitsplätze und niedrigsten Niedriglöhnen verbunden war.

Die Forscher ermittelten gleichermaßen Problemfelder und Beispiele guter Praxis. Eines der wichtigsten angemerkten Probleme ist der aktuelle Trend zur Beeinträchtigung der Arbeitsplatzqualität in dem Bemühungen um Kostensenkungen. Das gilt sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor. Resultat sind entmutigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter prekärsten Beschäftigungsbedingungen.

Die WALQING-Projektergebnisse sind für viele Akteuren und Interessengruppen auf nationaler sowie europäischer Ebene von großer Bedeutung. Die Erkenntnisse wurden auf einer Reihe von Konferenzen, Seminaren und Workshops vorgestellt. Sie stehen der Forschergemeinschaft und der breiten Öffentlichkeit im nationalen wie auch internationalen Kontext weiterhin unter veröffentlicht zur Verfügung.

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