Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Smarterweb-Tools verbessern Austausch, Wiederverwendung und Erweiterung von Forschungsdaten

Wie können Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichen, so dass sie eine maximale Wirkung erzielen? Eine EU-Initiative brachte das wissenschaftliche Veröffentlichen in das 21. Jahrhundert, indem es innovative Web-basierte Lösungen entwickelte.
Smarterweb-Tools verbessern Austausch, Wiederverwendung und Erweiterung von Forschungsdaten
Das World Wide Web ermöglicht den sofortigen Austausch und die viel weitere Verbreitung von Forschungsergebnissen. Derzeit ähnelt das Web-Publishing jedoch nach wie vor traditionellen Verfahren der Druckproduktion und kann eventuell nicht die Informationen liefern, die die wissenschaftliche Gemeinschaft in einem einfach zu nutzendem Format benötigt. Finanziert mit EU-Mitteln bewertet das Projekt SCILINK (Semiautomatic methods for the creation and maintenance of links between scientific resource aggregations on the Web) die Frage neu, wie Forscher ihre Ergebnisse veröffentlichen.

Der Hauptteil der Forschung drehte sich um die Entwicklung von Strategien zur Erhaltung von Verknüpfungen, die Web-Ressourcen auf der Basis von aktuellen Web-Standards synchronisieren. Dies führte zu einem web-basierten Framework für die Ressourcen-Synchronisation mit dem Namen ResourceSync, das auf dem Sitemaps-Protokoll aufbaut und Fremdsystemen ermöglicht, mit den sich ändernden Ressourcen eines Servers synchronisiert zu bleiben. Im Jahr 2014 wurde ResourceSync als Standard von der National Information Standards Organization anerkannt. Der Synchronisationsrahmen wird derzeit für arXiv implementiert, einen hoch automatisierten Server für ein Open-Access-Archiv und die Verteilung von über einer Million Forschungsartikeln, der von der Cornell University Library in den Vereinigten Staaten gepflegt und betrieben wird.

Die Projektpartner untersuchten neue Formen der offenen, digitalen Kommentierung in der wissenschaftlichen Kommunikation. Dies führte zur Entwicklung der Spezifikation für die World Wide Web Consortium Open Annotation und von Maphub, einer Open-Source-Web-Anwendung für die Kommentierung und Georeferenzierung von digitalisierten hochauflösenden historischen Karten. Sie untersuchten und testeten auch eine neue Tagging-Methode unter der Bezeichnung 'semantisches Tagging'.

Das Team von SCILINK trug auch zu dem Projekt EUROPEANA bei, einem digitalen Open-Source-Archiv für europäische Kultur. Es entwickelte ein Pilotsystem zum Testen von Strategien, Open-Access-Metadaten zu den 2,4 Millionen Texten, Bildern und Audio-/Videodateien in seinem Archiv zu verknüpfen. Alle Metadaten stehen unter einer Creative Commons-Lizenz zur Verfügung.

SCILINK ermöglichte radikal neue Wege, gegenwärtige Forschungsdaten zu nutzen und zu präsentieren. Vor allem die europäischen Bürger sollen von diesen neuen Möglichkeiten, Wissen zu erlangen und auszubauen, profitieren.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Forschungsdaten, SCILINK, Aggregationen wissenschaftlicher Ressourcen, ResourceSync, Maphub
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben