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Die Ausbildung der Top-Biologen für Infektionskrankheiten

Es tauchen immer wieder neue Infektionen auf. Um diese zu lösen, ist eine schnelle und zielgerichtete Reaktion erforderlich. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, die mechanistischen Einzelheiten der Wechselwirkung zwischen dem Immunsystem und den Pathogenen zu verstehen.
Die Ausbildung der Top-Biologen für Infektionskrankheiten
Am komplexen bidirektionalen Zusammenspiel zwischen Erreger und Wirt sind viele Zellen und molekularen Wege beteiligt. Das Ergebnis dieser Wechselwirkung, nämlich Immunkontrolle oder Krankheitsentwicklung, wird durch weitere Faktoren beeinflusst, zu denen auch der Zustand des Wirts gehört.

Dass dringend Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten getroffen werden müssen, zeigt sich nicht nur in ihrem hohen Tribut in der Dritten Welt sondern auch durch die Bedrohung durch wieder auftretende alte Krankheiten in den Industrieländern. Neue Impfstoffe oder neue Strategien, um Infektionen zu bekämpfen, können nur durch gemeinsame Arbeit und Ausbildung auf hohem Niveau der nächsten Generation von Forschern entstehen.

Das EU-geförderte Projekt EIMID ITN (European initiative for basic research in microbiology and infectious diseases) verfolgte das Ziel, zehn Nachwuchsforscher auszubilden, die der nächsten Generation von Experten in der Biologie von Infektionskrankheiten beitreten sollen. Zehn Forscher wurden in miteinander verbundenen Projekten geschult, die die Mechanismen der Erreger-Wirt-Interaktion untersuchten. Der Schwerpunkt lag auf invasiven bakteriellen Infektionen wie Meningokokken-Erkrankungen, bakteriellen Durchfallerkrankungen und HIV-Replikation.

Während der dreijährigen Ausbildung untersuchten die Nachwuchswissenschaftler wie verschiedene metabolische Antigene, die von nicht typisierbaren Haemophilus influenzae exprimiert wurden, für die Entwicklung von Impfstoffen verwendet werden könnten. Sie untersuchten die Rolle von Oberflächenproteinen in der Pathogenese von Staphylococcus aureus, die Replikation von Streptococcus pyogenes und die Virulenz des Bakterien-Pathogens Listeria monocytogenes.

Andere Projekte konzentrierten sich auf die Untersuchung der Rolle von Immunzellen bei Krankheiten wie Pneumokokken-Infektionen und Neisseria meningitidis. Eine weitere Analyse der Wirtszellenfunktionen bei viralen und bakteriellen Erkrankungen enthüllte wesentliche Determinanten der viralen Replikation sowie antibakterielle Faktoren, die durch das Darmepithel produziert werden.

Diese wissenschaftlichen Spitzenprojekte wurden von zusätzlichen Bildungsmaßnahmen begleitet, wie die Teilnahme an Qualifizierungskursen, wissenschaftlichen Seminare, Tagungen und Kongressen. Diese Aktivitäten haben die Wissenschaftler von morgen mit unschätzbarem Wissen versorgt und ihnen die Fähigkeit verliehen, Infektionskrankheiten in der Zukunft zu bewältigen.

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Schlüsselwörter

Ausbildung, Infektionskrankheiten, Immunsystem, Krankheitserreger, Wirtsimpfstoff
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