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Forscherschulung zur Pflanzenernährung

Junge Forscher auf dem Gebiet der Pflanzenbiologie erhielten eine innovative praktische Ausbildung zum Thema der genetischen Kontrolle der Pflanzenernährung.
Forscherschulung zur Pflanzenernährung
Durch die Optimierung der landwirtschaftlichen Ertragsmenge können Forscher die Herausforderung der globalen Ernährungssicherung angehen. In diesem Zusammenhang interessiert es sie, die genetischen Kontrollmechanismen bei Ernährung und Produktivität von Pflanzen zu verstehen.

Das EU-finanzierte Projekt BIONUT (Biochemical and genetic dissection of control of plant mineral nutrition) trug zu diesem Ziel bei, indem es junge Wissenschaftlern eine innovative, interdisziplinäre Ausbildung ermöglichte. Das Training konzentrierte sich auf die Genforschung zu Reis und Weizen.

Acht Nachwuchsforscher und zwei erfahrene Wissenschaftler wurden für die Schulung ausgewählt. Die jüngeren Wissenschaftler waren beschäftigt mit ihren Doktorarbeiten und erwarben Fähigkeiten zu biochemischen und genetischen Forschungstechniken sowie auf dem Gebiet der Agronomie. Sie sammelte Erfahrungen sowohl im akademischen als auch im industriellen Umfeld.

Die Studenten identifizierten eine Reihe von Genen, die im Zusammenhang mit der Nährstoffnutzungseffizienz stehen könnten. Außerdem bewerteten sie natürliche Schwankungen bei den Reaktionen der Pflanzen auf Nährstoffmangel, um dadurch andere potenziell relevante Gene identifizieren zu können.

Andere Forschungen konzentrierten sich auf die Identifizierung neuer Gene im Zusammenhang mit der Schwefel- und Molybdän-Nutzung sowie auf die Identifizierung von Markern für einen entsprechenden Mangel. Das Initial Training Network (ITN) von BIONUT beschrieb außerdem Netzwerke der Gentranskription, um neue Zielgene für Pflanzenverbesserungen zu finden.

Als Teil ihrer Ausbildung besuchten die Forscher technische Kurse zu Pflanzengenetik und Biochemie und schärften ihre Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten. Sie wurden auch zum Umgang mit geistigen Eigentumsrechten geschult und nahmen an einer internationalen wissenschaftlichen Tagung zu Beginn ihrer Aufgaben teil.

Der komplementäre, interdisziplinäre Ansatz von BIONUT ITN wird dazu beitragen, die Kluft zwischen Biologen auf dem Gebiet der Pflanzenernährung und Endanwendern zu überbrücken. Letztlich werden Agroindustrie, Züchter und Landwirte von dem Projekt profitieren und die Berufsaussichten der Auszubildenden werden gestärkt.

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Schlüsselwörter

Pflanzenernährung, genetische Kontrolle, biochemisch, Mineralstoffernährung, Agrarwissenschaften
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