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Malariaproduzierende Parasiten wirksam stoppen

Malaria stellt ein globales Problem der öffentlichen Gesundheit dar, dennoch fehlen ausreichende Kenntnisse über den Lebenszyklus der verantwortlichen Parasiten. Wissenschaftler haben neuartige genetische Methoden angewendet, um Einblicke zu erhalten, die zu zielgerichteten Behandlungen führen.
Malariaproduzierende Parasiten wirksam stoppen
Ein Impfstoff gegen Malaria liegt nach wie vor in weiter Ferne, und die Wirksamkeit existierender Behandlungen lässt bei zunehmender Resistenz nach. Herausforderungen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuartiger Therapien oder Präventionen sind vor allem auf die fehlende Kenntnis des komplexen Lebenszyklus des Parasiten der Gattung Plasmodium (der mehrere Spezies enthält, die Malaria verursachen), einschließlich seiner Beziehung zu seinem Host, zurückzuführen.

Plasmodium falciparum (P. falciparum) verursacht die gefährlichste Form von Malaria (Falciparum Malaria). Wissenschaftler haben das EU-finanzierte Projekt "GENETICHTS REVEAL PF" initiiert, um eine neuartige, Hochdurchsatz-Methode für das genetische Screening anzuwenden, um Mutanten von P. falciparum im Großmaßstab zu produzieren. Der Fokus lag auf Genen, die für asexuelles Wachstum, sexuelle Differenzierung (Übertragungsform) und Virulenz durch Interaktion mit dem Immunsystem des Hosts, um zielgerichtete Therapien zu entwickeln.

Die Wissenschaftler haben bei der Überprüfung der Realisierbarkeit dieser Methoden bis heute wichtige Fortschritte erzielt. Sie haben in P. falciparum Mutagenese induziert und arbeiten derzeit konzentriert daran, die Mutantenausbeute zu erhöhen. Gleichzeitig entwickeln sie fluoreszierende Sonden, die das Sortieren der Mutanten ermöglichen, während diese produziert werden. Zudem entwickeln sie Assays für phänotypische Defekte, um die mögliche Rolle des Proteins zu ermitteln, für das das mutierte Gen codiert.

Es wird erwartet, dass die Ergebnisse des Projekts "GENETICHTS REVEAL PF" einen großen Durchbruch in der Entwicklung neuer Behandlungen und möglicherweise sogar eines Impfstoffs für die gefährlichste Form der Malaria darstellen. Die Mutantenbibliothek ist zudem eine wichtige Ressource für Forscher in diesem Bereich. Das Projekt leistet insgesamt einen signifikanten Beitrag zum globalen Kampf gegen Malaria.

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Scientific Research
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