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Alternative Medikamente für die Behandlung von Prostatakrebs

Eines der größten Probleme bei der Hormon-/Chemotherapie bei Prostatakrebs ist die Resistenzentwicklung des Tumors. Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt suchte nach Alternativen für die Behandlung von Prostatakrebs,
Alternative Medikamente für die Behandlung von Prostatakrebs
einer der bei Männern häufigsten Krebsart. Da die Heilungschancen im Frühstadium ausgesprochen gut sind, kann mit Hormon-/Chemotherapie die Überlebenszeit um viele Jahre verlängert werden. Eine der bereits eingesetzten Hormonbehandlungen verhindert die Bindung von endogenem Testosteron als Androgenrezeptor-Ligand (AR) an die Liganden-bindende Tasche (ligand-binding pocket, LBP), die an AR in der LBP nachahmenden Aktionsform von Androgen bindet.

Eine längere Anwendung kann aber zu einer Hormonresistenz des Tumors führen (hormonrefraktär), in deren Zuge sich oft tödliche Metastasen ausbilden. Da derzeitige Therapien meist hochdosiert sind und enorme Nebenwirkungen haben, war das Ziel des Projekts, alternative Wirkstoffe für Prostatakrebs zu entwickeln.

Im Rahmen computergestützter Wirkstoffentwicklung wurden durch virtuelles Screening, Ähnlichkeitsanalysen und molekulares Docking 15 neue Hits mit alternativer Wirkungsweise gefunden (statt LBP und antiandrogener Aktivität). Über strukturelle Analysen dieser so genannten Diarylhydrazide sollten die wichtigsten Merkmale der neuen Substanzklasse ermittelt werden.

Die Ergebnisse des Projekts eröffnen neue Möglichkeiten in der computergestützten Wirkstoffforschung zur Behandlung resistenter Krebsarten.

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