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Phonetische Fähigkeit – Sprachproduktion und -perzeption

Das EU-finanzierte Projekt "VOCAL ATHLETES" hat bahnbrechende Forschungen durchgeführt, um die an der phonetischen Fähigkeit beteiligten Faktoren zu verstehen. Der Ansatz umfasste das Untersuchen der Unterschiede bei der nicht-nativen Sprachproduktion und -perzeption bei Menschen.
Phonetische Fähigkeit – Sprachproduktion und -perzeption
Die VOCAL ATHLETES-Forscher haben 40 Personen ausgewählt, die bilingual oder monolingual waren und die slowakische Sprache als zweite Sprache (L2) erlernen sollten. Ihre Fähigkeit, unbekannte Wörter zu verstehen und zu betonen, wurde in einem drei Sitzungen umfassenden Test beurteilt.

Die Studienergebnisse zeigten große Unterschiede in der individuellen Lernleistung, was auf eine Abweichung in Bezug auf Motivation und phonetische Fähigkeit hinweist. Keine Korrelation wurde gefunden zwischen muttersprachlichen Kenntnissen (L1) und der Leistung bei der L2-Perzeption und -Produktion, außer dass sich L1-Aussprachefehler auf die L2-Produktion ausgewirkt haben. Zwei Teilnehmer haben bei L2 jedoch eine fast muttersprachliche Leistung gezeigt, was auf den Bedarf an größer angelegten Studien hinweist, um die phonetische Fähigkeit akkurat zu beurteilen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass es möglich ist, Personen mit Potenzial für den Erwerb multilingualer Kompetenzen während der ersten Phasen dieser Studie zu identifizieren.

Basierend auf den Studienergebnissen wurden 244 Teilnehmer in einer größeren Studie registriert, um die Ursachen für individuelle Unterschiede in der phonetischen Fähigkeit zu identifizieren. Bilinguale Sprecher hatten dabei einen kleineren Vorteil gegenüber den monolingualen Sprechern. Es gab einige Probleme, genügend monolinguale Teilnehmer zu finden. Diese wurden behoben, indem in einer monolingualen spanischen Stadt ein neues Labor für weitere Tests eingerichtet wurde.

Um Bereiche im Gehirn zu untersuchen, die an der L2-Sprachperzeption und -produktion beteiligt sind, werden derzeit fMRI-Studien (functional magnetic resonance imaging, dtsch.: funktionelle Magnetresonanztomographie) durchgeführt. An dieser Studie nahmen Teilnehmer mit einer sehr hohen oder geringen Leistung aus monolingualen und bilingualen Populationen teil.

Die Projektergebnisse sollten den Grund für Unterschiede in der phonetischen Fähigkeit bei Personen basierend auf ihren verhaltensspezifischen und kognitiven Fähigkeiten zeigen.

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