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FP7

VITRUV — Ergebnis in Kürze

Project ID: 261741
Gefördert unter: FP7-SECURITY
Land: Deutschland
Bereich: Gesellschaft, Sicherheit

Der Entwurf sicherer Städte  

Ein EU-Team entwickelte urbane Entwurfswerkzeuge, mit denen sich Sicherheitsbedrohungen bewerten lassen. Aufbauend auf drei Analyseebenen, einer Wissensbasis und Modellierungswerkzeugen können Stadtplaner jetzt sicherere Stadtlandschaften schaffen. 
Der Entwurf sicherer Städte  
Der weltweite Trend der zunehmenden Urbanisierung bedeutet auch ein erhöhtes Risiko durch Sicherheitsbedrohungen. Stadtplaner würden von Design-Tools profitieren, die solche Bedrohungen in Betracht ziehen.

Das EU-geförderte Projekt VITRUV (Vulnerability identification tools for resilience enhancements of urban environments) befasste sich mit der Entwicklung der notwendigen Software-Tools. Die Absicht war es, Planern zu helfen, verschiedene informierte Einschätzungen von Sicherheitsfragen zu machen, um dann entsprechend planen zu können.

VITRUV lieferte den geplante Satz von Werkzeugen, der anschließend von Anwendern aus vier europäischen Städten eingehend getestet wurde.

Die Software besteht aus drei Hauptmodulen, die den Planer jeweils eine andere Ebene von Ratschlägen bietet. Das STCUP-Tool (Strategic Concept Urban Planning Tool) ermöglichte die systematische Integration der Sicherheit in die konzeptionellen Phasen.

STCUP besteht wiederum aus einem ergänzenden Entscheidungsunterstützungswerkzeug auf Tabellenbasis mit der Bezeichnung SecuRbAn, das rasche Risikobewertungen während der Planung ermöglicht. Die Entwicklung des Werkzeugs fand mithilfe einer Datenbank von Terrorereignissen statt. SecuRbAn stellte Planern bis zu 76 Fragen in Bezug auf die lokalen Ereignismuster von 13 Arten von Straftaten. Die Antworten auf die Fragen ergaben eine allgemeine Sicherheitspunktzahl für einen bestimmten Bereich. Die Indikatoren erhielten die Forscher aus einer Literaturrecherche.

Das Entscheidungs-Tool enthält auch eine Wissensbasis mit dem Namen Urban Securepedia, die eine umfassendere Analyse auf Basis von im Rahmen des Projekts entwickelten Risikomodellen bietet. Die modellierten Eventualitäten umfassen Bedrohungen durch Bomben, Verletzungen, Explosionsdruck und progressiven Zusammenbruch. Darüber hinaus enthält die Software Module, die sich mit biologischen und chemischen Bedrohungen befassen, sowie Systeme zur Analyse von Schwachstellen, Verkehrsnetze sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse von Planungsentscheidungen.

Die Forscher verknüpften auch alle drei Software-Module über eine grafische 3D-Benutzeroberfläche, inklusive Visualisierung und Mapping-Tools.

Die Gruppe führte mehr als 100 Verbreitungsaktivitäten durch, einschließlich Konferenz-Präsentationen und formalen Publikationen.

VITRUV stellte Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Stadtplaner verschiedene Sicherheitsrisiken abschätzen können. Dadurch sollen die Städte der Zukunft weniger anfällig für Terroranschläge werden.   

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Städte, städtisch, Städtebau, Entwurfswerkzeuge, Sicherheitsbedrohungen  
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