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Die Auswirkungen des Alters und von Hormonen auf Adventivwurzeln

Die Interaktion zwischen Alterung und Pflanzenhormonen entzieht sich immer noch weitgehend unserer Kenntnis. In der neueren Forschung wurden jedoch einige Einblicke gewonnen. Im Besonderen untersuchten von der EU finanzierte Wissenschaftler die altersabhängige Variation bei der Steuerung der Adventivwurzelbildung durch das Hormon Strigolacton.
Die Auswirkungen des Alters und von Hormonen auf Adventivwurzeln
In Studien wurde nachgewiesen, das Strigolactone – Pflanzenhormone, die üblicherweise an der Kommunikation mit Organismen im umgebenden Boden beteiligt sind – eine Rolle bei der Hemmung der Adventivwurzelbildung spielen. Das hat negative Auswirkungen auf die Pflanzenvermehrung, die auf die Bildung dieser Wurzeln angewiesen ist. Es wird außerdem angenommen, dass sich auch physiologische Eigenschaften wie das Alter auf die Wurzelbildung auswirken. Vorläufige Ergebnisse legen die Annahme nahe, dass das durch einen Strigolacton-Signalmechanismus vermittelt wird.

Das Projekt "Age related changes in strigolactone control of adventitious root initiation" (ADVROOTAGESTRIG2010) hatte das Ziel, die Beziehung von Alter zu Strigolactonen bei der Wurzelbildung weiter zu erforschen. Die Projektpartner verwendeten veränderte Pflanzen und konzentrierten sich auf unterschiedliche Entwicklungsstadien.

Untersucht wurde die Funktion von Strigolacton durch die Schaffung eines synthetischen Moleküls, das dem Hormon ähnelt und leicht nachzuweisen ist. Das Analogon war nützlich bei der Messung hoher biologischer Aktivität während der Keimung und der Adventivwurzelhemmung.

Ebenfalls untersucht wurden die Auswirkungen der Alterung auf die Wurzelleistung, und zwar an Erbsenstängelfragmenten mit unterschiedlichen Knotenpositionen und an Knotenfragmenten aus Pflanzen, die in unterschiedlichen Zeitintervallen ausgesät worden waren. Es ließ sich keine altersbedingte Steuerung der Wurzelinduktion feststellen. Auch der Rückgang der Adventivwurzelbildung, der in den späten Stadien des Lebenszyklus festzustellen war, stellte sich als von der Strigolacton-Funktion unabhängig heraus.

Diese Ergebnisse erweitern das bisherige in diesem Forschungsbereich und ebnen den Weg für Folgeuntersuchungen. Das Projekt hat außerdem im Sinne einer Verbesserung der Qualifikationen den Kompetenzaustausch zwischen mehreren an der Erforschung der hormonalen Regulierung der Adventivwurzelbildung beteiligten Labors gefördert.

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