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Einblicke in die Gehirnchemie von gutem Verhalten

Ein EU-finanziertes Projekt untersucht derzeit die Beziehung zwischen Dopamin (DA) und Serotonin (5-HT) und wie diese Hormone entsprechendes Verhalten hervorrufen.
Einblicke in die Gehirnchemie von gutem Verhalten
Gutes Verhalten, dass uns die Anpassung an eine sich ändernde Umgebung ermöglicht, wird belohnt, während unangemessenes Verhalten bestraft wird. Die Neurotransmitter DA und 5-HT modulieren die Auswirkungen von Belohnung bzw. Bestrafung in unserem Verhalten.

Um besser zu verstehen, wie diese Hormone interagieren, um die motivationale Verhaltenskontrolle zu beeinflussen, wurde das Projekt "PHARMACO-FMRI" eingerichtet. Das Projekt ist eine multidisziplinäre Studie, die Personen mit Expertise in der Psychopharmakologie und Toxikologie des Verhaltens zusammen bringt. Wissenschaftler, die in der Verwendung und Entwicklung von erweiterten Techniken der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) versiert sind, sind ebenfalls beteiligt.

Das Team ist dabei, die Auswirkungen von medikamenteninduzierten Änderungen in DA und 5-HT auf das motivationale Lernen und die Hirnaktivierung zu untersuchen. Die verwendeten Medikamente waren Methylphenidat (Ritalin) und Escitalopram (Lexapro), die eine Erhöhung der DA- und 5-HT-Produktion verursachen.

Die Projektpartner vergleichen dabei die Hirnaktivität unter medikamenteninduzierten Bedingungen und unter Placebo-Bedingungen. Die Forscher sind zudem dabei, neue fMRI-Techniken, einschließlich Arterial-Spin-Labeling (ASL) und kalibrierter BOLD-fMRT, zu testen, um die Hirnaktivität zu messen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Forschungsergebnisse das Wissen um die Rollen erweitern, die DA und 5-HT beim motivationalen Lernen spielen. Außerdem können sie helfen, die in der pharmakologischen fMRI-Forschung verwendete Methodologie zu verbessern, und zu einer verbesserten Behandlung für psychiatrische Patienten führen.

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