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Über Schwarze Löcher in Galaxien 

EU-finanzierte Forscher kombinierten Daten von den entgegengesetzten Enden des elektromagnetischen Spektrums, um die Rolle der massiven schwarzen Löcher in der Entwicklung von Gruppen von Galaxien und Galaxienhaufen zu untersuchen. Die Ergebnisse liefern ein neues Verständnis dafür, wie Schwarze Löcher ihre großen Umgebungen beeinflussen.
Über  Schwarze Löcher in Galaxien 
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich unser Verständnis von Gruppen- und Cluster-Umgebungen, in denen die meisten Galaxien befinden, verändert. Es ist deutlich geworden, dass das 10-Millionen-Kelvin heiße Gas, das diese Systeme füllt, abkühlt und in die riesigen elliptischen Galaxien hineinfließt, die in den Zentren der Gruppen existieren, und schließlich riesige Ausbrüche von ihren aktiven Galaxienkernen (AGN) aus antreiben. Die Jets, die von den AGN ausgehen, können das umgebende Gas erhitzen und bilden dadurch einen Rückkopplungsmechanismus, der die Kühlungsrate steuert und die Entwicklung der Gruppen und die sie konstituierenden Galaxien stark beeinflusst.

Das EU-geförderte Projekt CAFEGROUPS (Cooling, AGN feedback and evolution in groups) wurde initiiert, um diesen Feedback-Zyklus zu studieren. Ein internationales Forscherteam arbeitete daran, das Feedback in der Nähe von Galaxiengruppen zu studieren. Sie sammelten Observationsbelege und entwickelten neue Techniken, um ein besseres Verständnis des neu geschaffenen Paradigma zu gewinnen.

Die vorgesehene technologische Lösung kombiniert Daten von entgegengesetzten Enden des elektromagnetischen Spektrums, um die Wirkung der schwarzen Löcher auf ihre Umgebung zu untersuchen.  Niederfrequente Radiobeobachtungen wurden verwendet, um die Jets aus den schwarzen Löcher zu verfolgen, während mithilfe von Röntgendaten ihre Auswirkungen auf das 10-Millionen-Kelvin Gas des intergalaktischen Mediums bestimmt werden konnten.

Auf dem Weg zu diesem Ziel, nutzten die Forscher ihren Zugang zu hochentwickelten Röntgensatelliten Observatorien, dem XMM-Newton der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Chandra der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Zusammen mit Beobachtungen aus den wichtigsten Einrichtungen weltweit, darunter das Giant Meterwave Radioteleskop in Indien, studierte CAFEGROUPS den Einfluss von Schwarzen Löchern auf Galaxiengruppen in bisher unerreichter Genauigkeit.

Die Ergebnisse des Projekts wurden in Peer-Review-Zeitschriften veröffentlicht und auf internationalen Konferenzen präsentiert. Weitere spannende Ergebnisse sollen aus einem statistisch vollständigen Überblick über Galaxiengruppen, die derzeit untersucht werden, hervorkommen. CLoGS (Complete Local-Volume Groups Sample) baut auf der vom CAFEGROUPS-Team unternommenen Forschung auf, um einen besseren Überblick über Galaxiengruppen und die Rolle der schwarzen Löcher in ihrer Entwicklung zu bieten.

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Schlüsselwörter

Schwarze Löcher, Galaxie, AGN, CAFEGROUPS, intergalaktisches Medium 
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