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FP7

SILCO — Ergebnis in Kürze

Project ID: 232249
Gefördert unter: FP7-SME

Innovative Elektroden überwachen die Aufbereitung von Legionellen

Legionellen sind gefährliche Krankheitserreger, die man zum Beispiel in Wasserversorgungssystemen von Krankenhäusern, Hotels, Altenheimen, Gefängnissen und Schiffen vorfindet. Es ist für die Gesundheitsbehörden weltweit von oberster Priorität, die Bakterien zu kontrollieren, und dank einer EU-finanzierten Initiative ist dies nun um ein Vielfaches leichter geworden.
Innovative Elektroden überwachen die Aufbereitung von Legionellen
Die Behandlung von Legionellen in Wasserversorgungssystemen ist von entscheidender Bedeutung. Man verwendet dazu üblicherweise die Kupfer-Silber-Ionisierung, bei der das Wasser durch ein Gerät geleitet wird, das schwachen Strom in Kupfer- und Silber-Elektroden leitet. Die positiv geladenen Kupfer- und Silberionen, die freigesetzt werden, verbinden sich mit der Zellenwand der Bakterien und lassen sie reißen, so dass die Bakterien absterben. Diese Ionen können auch die Biofilme anderer Mikroorganismen durchdringen, die mit den Legionellen zusammen in Wasserrohren leben.

Im Projekt SILCO wurde ein neues Werkzeug zur analytischen Überwachung entwickelt, das auf einer quecksilberfreien Mikro-Elektrode beruht, die Schwermetalle, die in geringer Konzentration im Wasser vorhanden sind, überwachen kann. Zu Beginn des Projekts gab es kein Gerät, das in der Lage war, außerhalb des Labors im aufbereiteten Wasser Kupfer- und Silberkonzentrationen zu überwachen, die im Bereich von ppb (Teile pro Milliarde) liegen.

Daher lautete das Ziel, ein Gerät zu konstruieren, das kontinuierlich die Kupfer-und Silberkonzentration in durch Legionellen kontaminiertem Wasser zu messen, das mit Kupfer-Silber-Ionisierung aufbereitet wird. Schwermetalle sind äußerst giftige und gefährliche Schadstoffe. Daher ist die Überwachung im Spurenbereich extrem wichtig.

Forscher verwendeten für das Gerät innovative bordotierte Elektroden zur Langzeitüberwachung und Dickfilm-Elektroden zur kurzfristigeren Überwachung. Das Gerät wurde an ein sich selbst anpassendes, intelligentes Kontrollsystem angebunden, um die Dosierung von Kupfer und Silber zu steuern. Das System verfügt auch über eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle, mit der die Überwachung über das Internet und der Betrieb des zentralen Servers zur Datenspeicherung ermöglicht werden.

Die Entwicklung dieses Geräts durch das SILCO-Konsortium wird dazu beitragen, dass die Gefahr durch die Legionellen-Krankheit verringert wird, indem man mithilfe eines neuartigen Geräts, das es zuvor noch nicht gegeben hat, die Bakterien kontrolliert. Darüber hinaus sieht man vielversprechende Nebeneffekte voraus, da das System auch in der Lage sein wird, die Konzentration anderer Spurenmetalle in wässrigem Milieu zu messen.

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