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FP7

MICCS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 222204
Gefördert unter: FP7-SME
Land: Dänemark

Verseuchte Böden und verunreinigtes Grundwasser noch schneller analysieren

Man hat heute in zunehmendem Maße Verständnis dafür, dass unsere natürlichen Ressourcen unberührt bleiben sollten und dass verseuchte Böden und verunreinigtes Grundwasser inakzeptabel sind. Als Teil der Verpflichtung Europas zum Umweltschutz entwickelte eine von der EU finanzierte Initiative nun ein schnelles und zuverlässiges Verfahren zur Analyse von kontaminierten Standorten.
Verseuchte Böden und verunreinigtes Grundwasser noch schneller analysieren
Bei der Untersuchung von Altlasten bohrt man üblicherweise vertikale Löcher durch das Bodenprofil und sammelt Proben zu Analysezwecken. Diese Methode ist sowohl zeitaufwendig als auch teuer. Benötigt man zusätzliche Daten, sind neue Bohrungen fällig. Die Überwindung dieser Nachteile rückte eine EU-finanzierte Initiative in den Fokus, in deren Verlauf ein fortgeschrittenes Vor-Ort-Verfahren entwickelt wurde.

Das Projekt "Methodology for fast and reliable investigation and characterization of contaminated sites" (MICCS) entwickelte ein moderneres Verfahren zum Nachweis von Verunreinigungen, das sowohl schnell als auch zuverlässig ist. Die Forscher setzten neue Sondentechnik mit hochempfindlichen flüchtigen organischen Bestandteilen ein und kombinierten diese mit verbesserten Bodenradarverfahren.

Das MICCS-Sondensystem wurde an den Einsatz beim schnellen Ultraschallbohren angepasst, wozu innovatives Hightech-Design erforderlich ist, das die Komponenten in der Sensorsonde schützt. Die Sonden können zum Sammeln von Bodenproben oder zur direkten physikalischen/geotechnischen Untersuchung oder zum Sammeln von Proben von durch auf der Sonde platzierten Membranen durchgelassener Luft verwendet werden.

Die Sensormessungen und das Bodenradar ergaben im Vergleich zum konventionellen Bohrverfahren genauere und schnellere Onlinedaten über kontaminierte Standorte. Die Projektpartner entwickelten außerdem Software zur Steuerung der MICCS-Sonde, zur Messwerterfassung, zur Visualisierung der Online-Sensorresultate auf dem Bildschirm und zur Berechnung der Schadstoffkonzentrationen.

Die unter Einsatz des MICSS-Systems zusammengetragenen und verarbeiteten kombinierten Daten können dazu dienen, ein genaueres Bild von dem kontaminierten Standort insgesamt zu zeichnen. Die modernen Sensormessungen, welche durch chemometrische Analyse einen präziseren Dateninput veranlassen, sind eine gute Grundlage zur besseren Entscheidungsfindung.

Darüber hinaus ist das Untersuchungsverfahren einfacher und schneller und daher kostengünstiger als die derzeitigen Untersuchungsmethoden anzuwenden. Deshalb werden die MICCS-Ergebnisse durch eine schnellere und kostengünstigere Umsetzung von Sanierungsvorhaben zum Schutz unserer natürlichen Umwelt, der Gesundheit der Menschen und des Wohlbefindens beitragen.

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