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FP7

SHIP INSPECTOR — Ergebnis in Kürze

Project ID: 218432
Gefördert unter: FP7-SME

Schiffssicherheit auf See kontinuierlich überwachen

Seeschiffe können aufgrund konstruktionsbedingter Mängel schwer beschädigt werden. Ein EU-finanziertes Projekt wollte deshalb ein modernes Verfahren zur Suche nach Fehlern und Korrosion in sicherheitskritischen Bereichen entwickeln, das funktioniert, ohne das Schiff aus dem Wasser nehmen zu müssen.
Schiffssicherheit auf See kontinuierlich überwachen
Gemäß der Logik und der Möglichkeiten, welche die Zustandsüberwachung sicherheitskritischer technischer Bauteile bietet, lag der Schwerpunkt des Projekts SHIP INSPECTOR auf Supertankern (Large Crude Carrier, VLCC) und Riesentankern (Ultra-Large Crude Carrier, ULCC). Das Konzept berücksichtigte die zahlreichen Nachteile von Werftarbeiten wie etwa Stillstandszeiten aufgrund von Trockendocks, Ermüdung der Arbeiter, gefährliche Umstände, manuelle Inspektionen und die hohe Verletzungsrate bei Unfällen. Vor diesem Hintergrund wollten die Projektpartner ein neuartiges Vor-Ort-Defektnachweisverfahren für die Stahlplatten dieser Marineschiffe entwickeln.

Hauptziel war der Einsatz von LRUT-Methoden (Langstrecken-Ultraschallprüfung, long-range ultrasonic testing) bei der Entwicklung eines Überwachungssystems, das Fehler in Schiffsrumpfbauteilen erkennen kann. Die Projektarbeit umfasste Forschung, Demonstration, Verbreitung und Nutzung sowie die Entwicklung von Leitlinien.

Die Forscher ergänzten ihre Ziele um die Bereitstellung eines detaillierten Berichts über die Anforderungen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und eine Vereinbarung über Teststücke und Schiffe. Man entwickelte einen modernen Ultraschall-Bruchdetektor und ein Ultraschall-Linear-Phased-Array, was eine optimierte Verfahrensweise für die definierten Inspektionsszenarien darstellt.

Weitere realisierte wissenschaftliche und technische Ziele sind die Entwicklung von Verfahren für Linear-Phased-Array-Methoden, Signalanalyse und Softwareentwicklung sowie der Entwurf und die Analyse der Belastungsvorrichtung für das Linear-Phased-Array. Auf letztere arbeitete man durch die technischer Realisierung robuster Prototypen hin, die rauen Umgebungen widerstehen, wie sie echten Schiffen begegnen. Gegen Ende der Projektlaufzeit wurde auch die experimentelle Untersuchung und Bewertung abgeschlossen, wobei man die Ergebnisse auf der SHIP INSPECTOR-Abschlusstagung vorlegte.

Die von dem Projektkonsortium aus KMU entwickelte Technologie wird die Betreiber, Klassifikationsgesellschaften und Aufsichtsbehörden bei einem effektiveren Risikomanagement unterstützen. Zudem werden die von SHIP INSPECTOR verfolgten allgemeinen Fortschritte nach ihrer Umsetzung die Gefahren vermindern, mit denen es Inspektoren auf seefahrenden Schiffen zu tun bekommen, sowie Verletzungen und Todesfälle bei der Schiffswartung und bei Inspektionen reduzieren.

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