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FP7

WHEYLAYER — Ergebnis in Kürze

Project ID: 218340
Gefördert unter: FP7-SME

Warum Molke eine bessere Verpackung als Kunststoff ist.

In einem kürzlich durchgeführten, EU-finanzierten Projekt wurde eine wirtschaftlichere und wiederverwertbarere Sauerstoffsperrschicht für die Anwendung in Kunststoffverpackungen entwickelt.
Warum Molke eine bessere Verpackung als Kunststoff ist.
Lebensmittel müssen angemessen verpackt sein, um den Kontakt mit Sauerstoff zu verhindern, der Geschmack, Farbe, Nährstoffgehalt und Haltbarkeit beeinträchtigen kann. Derzeitige Verpackungsmaterialen bestehen aus synthetischen Polyolefin-Folien, die mit zusätzlichen synthetischen Polymeren beschichtet sind, um eine Sauerstoffsperrschicht zu erzeugen. Bedauerlicherweise sind diese Verpackungsmaterialien schwierig wiederzuverwerten und können teuer sein.

Molke, ein Biopolymer-Nebenprodukt aus der Käseproduktion, stellt ein Alternativmaterial für das Beschichten von Kunststofffolien dar. Das Projekt "Whey protein-coated plastic films to replace expensive polymers and increase recyclability" (WHEYLAYER) befasste sich mit der Entwicklung dieser Alternative.

Die Forscher konnten erfolgreich eine Molkebeschichtung mit einer Sperrschicht und einer aktiven Schicht gestalten. Die Sperrschicht wird durch die Umwandlung von Süß- und Sauermolke in Molkenprotein-Isolate (WPI, whey protein isolate) umgewandelt, die in der Folge mit Weichmachern supplementiert werden können. Die aktive Schicht enthält antimikrobielle Substanzen oder Antioxidationsmittel, um die Haltbarkeit der verpackten Lebensmittel zu verlängern.

Eine Risikobewertung zeigte, dass die Verwendung des neuen Materials die Lebensmittelsicherheit insgesamt nicht beeinträchtigt. Außerdem waren die Übertragungsraten von Sauerstoff und Wasserdampf signifikant niedriger als bei anderen Biopolymeren.

Die neuentwickelte Beschichtung verbessert auch die Wiederverwertbarkeit und kann mithilfe von Enzymen leicht entsorgt werden. Die Projektpartner stellten sicher, dass das Recyclingverfahren leicht in Reststoffverwertungsanlagen zu integrieren ist und dass die dort Beschäftigten über die Handhabung des neuen Materials geschult werden.

Im Rahmen von WHEYLAYER wurde auch eine effiziente Möglichkeit geschaffen, ungenutzte Molke zu verwerten, die andernfalls ernsthafte Wasserverschmutzung verursachen könnte. Es wird außerdem erwartet, dass die Kunststoffindustrie von der abnehmenden Menge des produzierten Plastikabfalls profitieren wird. Insgesamt versprechen die Projektergebnisse sowohl wirtschaftliche Auswirkungen hinsichtlich der Lebensmittelkonservierung als auch ökologische Vorteile.

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