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FP7

ACCEPT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 222051
Gefördert unter: FP7-SME

Neues Verfahren zur Reinigung von Textilien und medizinischen Geräten

Flüssiges oder überkritisches Kohlenstoffdioxid (CO2) als Reinigungsmittel kann die toxischen und umweltgefährdenden Lösungsmittel ersetzen, die üblicherweise zur Säuberung medizinischer Geräte und Textilien verwendet werden.
Neues Verfahren zur Reinigung von Textilien und medizinischen Geräten
Im Rahmen des Projekts "Advanced CO2 cleaning as an ecological process technology" (ACCEPT) wurden umweltfreundliche Alternativen für biegsame (Textilien und Leder) und harte Oberflächen (medizinische Geräte, medizinische Implantate und kleine Metalteile) entwickelt.

Derzeit erfordert das Reinigen, Desinfizieren und Sterilisieren dieser Materialien das Entfernen von Schmutz und Flecken mithilfe von Lösungsmitteln, bevor sie für ihre Endanwendungen (wieder) verwendet werden können. Häufig kommen dabei organische Lösungsmittel (halogenierte und nicht-halogenierte Kohlenwasserstoffe) zum Einsatz, welche jedoch mit ökologischen und hygienischen Nachteilen verbunden sind. Ihre Effizienz ist auch regelmäßig unzureichend, da Rückstände und Verunreinigungen auf den behandelten Flächen zurückbleiben können.

Mit EU-Finanzierung wurden im Rahmen des ACCEPT-Projekts Reinigungsverfahren untersucht, die flüssiges Kohlenstoffdioxid (LCO2, liquid carbon dioxide) und überkritisches Kohlenstoffdioxid (SCCO2, supercritical carbon dioxide) einsetzen, und eine vollmaßstäbliche Reinigungsanlage für diese Verfahren wurde konstruiert. Bessere Reinigungsverfahren für Textilien wurden für LCO2 entwickelt, dazu auch ein Überwachungssystem zum Messen der Ergebnisse. Außerdem konnte eine hinreichende Sterilisation für medizinische Geräte und Implantate (wie etwa flexible Endoskope) erreicht werden, um eine Maßstabsvergrößerung der Technologie zur Produktion zu begründen.

Die antimikrobielle Wirksamkeit der neuen Reinigungsverfahren wurde für eine breite Auswahl an Mikroben bewertet, darunter Arten von Staphylokokken und Enterokokken. Die Experimente zeigten, dass SCCO2 eine höhere antimikrobielle Aktivität aufweist als LCO2 – in manchen Fällen bis zu die fünffache.

Die Projektpartner stellten außerdem fest, dass die neuen Verfahren in der industriellen Anwendung kostengünstiger als die Verwendung der bestehenden Lösungsmittel sind, insbesondere die Textilreinigung mit LCO2, bei der Einsparungen von bis zu 13 % verzeichnet werden konnten.

Die Resultate des ACCEPT-Projekts werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa dabei unterstützen, die bevorstehenden europäischen und nationalen Normen für flüchtige Emissionen und Arbeitsbedingungen erfüllen zu können. Die Forschungsergebnisse werden signifikante Auswirkungen auf die Reinigungspraktiken in der EU haben und den wirtschaftlichen Stand derjenigen KMU-Reinigungsunternehmen festigen, welche die neue, umweltfreundliche LCO2-Technologie aufnehmen werden.

Des Weiteren wird den Herstellern von Reinigungsausrüstung und medizinischer Sterilisationsausrüstung eine höhere Wettbewerbsfähigkeit und stärkeres Wachstum auf Grundlage einer neuen, nachhaltigen Technologie geboten.

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