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FP7

ABSORBNET — Ergebnis in Kürze

Project ID: 262453
Gefördert unter: FP7-SME

Sicherheitsnetze zum Abfangen fallender Steine

Europäische Forscher haben ein Sicherheitsnetz für hochenergetische Steinschläge entwickelt. Besserer Schutz an Felswänden reduziert die Gefahren für Menschen, Gebäude und Infrastruktur.
Sicherheitsnetze zum Abfangen fallender Steine
Der Schutz vor und die Abschwächung von Steinschlägen sind Schlüsselelemente der Sicherheit von Infrastruktur oder Bauentwicklungen. Selbst kleine Steinschläge oder Murgänge können beispielsweise Straßen blockieren und so weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen auch außerhalb des unmittelbar betroffenen Gebiets haben.

Das EU-finanzierte Projekt 'New concept and technology for high energy rock fall protection fences' (ABSORBNET) hatte zum Ziel, das Schadenspotenzial zu reduzieren, das von Fels- oder Klippenwänden fallenden Steinen und Felsbrocken innewohnt. Derzeitige Schutzbarrieren für hochenergetische Steinschläge basieren auf dem Konzept von Anti-U-Boot-Netzen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die ABSORBNET-Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, diese Netzkonstruktion hinsichtlich der verwendeten Werkstoffe und des Aufbaus zu modernisieren und zu verbessern. Das Projekt war darauf ausgerichtet, ein Sicherheitsnetz zu entwickeln, das zum Absorbieren der hohen Energie von fallenden Steinen in der Lage ist.

Das im Rahmen des Projekts entwickelte Netz wurde bereits patentiert und basiert auf einem anorganischen, mit Kohlenstoff-Nanoröhren verstärkten Polymer-Verbundwerkstoff. Dieser neuartige Verbundwerkstoff kann durch Gelspinnen weiterverarbeitet und so eine Hochleistungsfaser hergestellt werden. Unter Verwendung einer Seilkonfiguration konnte das ABSORBNET-Team die neue Faser zu einem Garn weben. Um den Witterungsschutz zu erhöhen und den Widerstand zu verringern, formulierten die Projektmitglieder eine Fluorpolymerbeschichtung, mit der sie das Garn ausstatteten.

Eine Alterungsprüfung ergab jedoch, dass die derzeitige Beschichtung die volle Stabilität der Garne nicht bei vollen Witterungsbedingungen gewährleisten kann. Daher wird weitere Arbeit notwendig sein, um die Stabilität der Beschichtung bei Verwitterung zu verbessern.

Durch die manuelle Verflechtung der Garne konnte das inzwischen abgeschlossene Projekt letztendlich ein gespleißtes Netz mit quadratischen Maschen herstellen. Zukünftig wird diese neuartige Barriere auch durch ein Patent geschützt sein, sodass sie kommerziell als Schutz gegen hochenergetische Steinschläge genutzt werden kann.

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