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FP7

COMET — Ergebnis in Kürze

Project ID: 241400
Gefördert unter: FP7-ENERGY
Land: Portugal

Transport, Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid im westlichen Mittelmeer

Von der EU finanzierte Forscher haben die Faktoren untersucht, welche für die Implementierung einer umfassenden Kohlendioxid (CO2)-infrastruktur für den Transport und die Speicherung in der westlichen Mittelmeerregion eine Rolle spielen. Dies war ein wichtiger Schritt hin zu einer sicheren und marktfähigen Implementierung großflächiger Kraftwerke in Südwesteuropa und Nordafrika, die nahezu keine Emissionen produzieren.
Transport, Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid im westlichen Mittelmeer
Das Projekt COMET (Integrated infrastructure for CO2 transport and storage in the west Mediterranean) stellte die erste groß angelegte integrierte Untersuchung zu dieser Materie dar. Das Konsortium bestimmte die kosteneffektivsten Infrastrukturen für den CO2-Transport und die geologische Speicherung im westlichen Mittelmeerraum.

Die Projektpartner berücksichtigten ebenfalls die Entwicklung des Energiesektors und weitere industrielle Aktivitäten in Marokko, Portugal und Spanien. Ein besonderer Fokus lag auf den Transportmodi, dem Abgleichen von CO2-Quellen mit Senken, Sicherheitszielen sowie der Entwicklung einer Kohlenstoffabscheidungs- und -speicherungs (carbon capture and storage, CCS)-infrastruktur im Zuge einer internationalen Kooperationspolitik.

Forscher identifizierten die wichtigsten CO2-Punktquellen in diesen drei Ländern und erstellten eine Datenbank zu deren Standorten. Wissenschaftler untersuchten zudem potenzielle CO2-Speicherstandorte in Spanien und Portugal, wobei die zentralen Sedimentationsbecken vor und an der Küste berücksichtigt worden waren. Zudem wurden die Speicherkapazitäten der jeweils ausgewählten Standorte berechnet.

Außerdem wurden die kosteneffektivsten Mittel oder eine Kombination von Mitteln für den CO2-Transport von der zentralen Punktquelle zum am nächsten gelegenen Speicherstandort ermittelt. Dies kann LKW, Züge, Schiffe oder Pipelines beinhalten.

Ferner wurde eine geographische Informationssysteminitiative eingerichtet, um die Informationen aus den drei Ländern zu integrieren. Hierdurch wurde die Visualisierung der physikalischen, Umwelt- und geographischen Herausforderungen ermöglicht, welche bei der Entwicklung eines CO2-Transportnetzes entstehen.

Es wurde eine Analyse marokkanischer, portugiesischer und spanischer Energiesysteme durchgeführt und es wurden drei nationale Modelle für Energie-, Technologie- und Umweltanalysen langfristiger Systeme entwickelt. Des Weiteren wurde im Zuge von COMET eine Übersicht über das bestehende Wissen bezüglich des CO2-Pipelinetransports erstellt, das in Form von wissenschaftlicher Literatur und Berichten veröffentlicht worden war.

Die detaillierten Beschreibungen, die auf den Modellierungsarbeiten basieren, zeigen, wann, wo und wieviel CO2 in den unterschiedlichen Szenarien abgeschieden, transportiert und gespeichert wird. Diese beinhalteten ebenfalls Informationen zu den damit verbundenen Kosten und Investitionen und boten Details zu möglichen Entwicklungsszenarien für die CCS-Infrastruktur in der westlichen Mittelmeerregion im Laufe der Zeit.

COMET legte den Grundstein für die Identifizierung und Beurteilung vielversprechender CO2-Transportnetze im westlichen Mittelmeerraum. Das Projekt ermöglichte ein besseres Verständnis der physikalischen Aspekte von Netzen (etwa bezüglich des Standorts, des Zeitpunkts, des Umfangs und der Kosten) sowie der Probleme, die im Zuge des Implementierungsprozesses auftreten. Es wird zudem einen Rahmen für vergleichbare Studien in ganz Europa und in anderen Teilen der Welt vorgeben.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Kohlendioxid, Abscheidung, Transport, westliches Mittelmeer, COMET, Infrastruktur
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