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FP7

OTASENS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 232245
Gefördert unter: FP7-SME

Gute Nase für verdorbenes Essen und Trinken

Ein EU-finanziertes Projekt hat zwei neuartige Detektionssysteme zur Überwachung des Lebensmitteltoxins Ochratoxin A (OTA) entwickelt. Durch Förderung der stärkeren Kontrolle der Lebensmittelqualität werden diese Systeme zum Schutz der Gesundheit der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher beitragen.
Gute Nase für verdorbenes Essen und Trinken
Lebensmittelverderb, der auf biotische oder lebende Organismen zurückzuführen ist, ist ein ernsthaftes und weitverbreitetes Problem. Insbesondere die Kontamination verschiedener Grundstoffe für Lebens- und Futtermittel mit den von mehreren Pilzen erzeugten Ochratoxinen stellt aufgrund der starken Giftigkeit ein ernstes Gesundheitsrisiko dar.

Daher ist es erforderlich, eine engmaschige Überwachung des Vorhandenseins von Mykotoxinen in Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln unter Einsatz zuverlässiger und schneller Analyseverfahren zu gewährleisten. So bestand das Ziel des von der EU geförderten OTASENS-Projekts in der Erfüllung dieser Anforderung.

Projekthauptziel war die Entwicklung eines Systems mit vereinfachter Technik und gleichzeitig verbesserter Nachweisgrenze von OTA in Wein, Bier und Getreidefutter. Erreicht wurde diese Vorgabe mit der Entwicklung von zwei Typen neuer kostengünstiger OTA-Detektionssysteme.

Eines der Geräte ist ein intelligentes TLC-Detektionssystem. Es basiert auf Fotosensoren zum Fluoreszenznachweis von Ochratoxinen, gekoppelt mit einer Dünnschichtchromatografieplatte (thin-layer chromatography, TLC) zur chromatografischen Trennung. Bei dem anderen handelt es sich um ein Mikro-Immunoassay-Lab-on-a-Chip-Detektionssystem. Dieses beruht auf Fotosensoren zur Chemilumineszenzdetektion in Verbindung mit einer Oberfläche, die in geeigneter Weise behandelt worden ist, um eine Antikörper-Antigen-Reaktion mit OTA-Molekülen stattfinden zu lassen.

Der Erfolg des nun abgeschlossenen OTASENS-Projekt resultierte darin, dass einige der Partner einen neuen Projektvorschlag in Bezug auf eine verstärkte Demonstrationstätigkeit einreichen. Dieser neue Vorschlag verfolgte das Ziel, die Wiederholbarkeit und Zuverlässigkeit der im Labor hergestellten Prototypen zu verifizieren, bevor sie an die Größenordnung einer realen Produktion angepasst werden. Gelingt dieses Vorhaben, so werden diese Resultate eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Sicherheit von Versorgungsketten im Lebensmittel- und Getränksektor sowie in verwandten Industriezweigen der EU spielen.

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