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Kratonische Becken

Das Verständnis der Bildung wiederkehrender geologischer Eigenschaften könnte helfen, Veränderungen in der Struktur der Erde in der Vergangenheit zu erklären und für die Zukunft vorauszusagen. In diesem aktuellen Projekt wurde unser Verständnis von der Bildung großer Sedimentbecken erweitert und damit unsere Kenntnisse der Plattentektonik vermehrt.
Kratonische Becken
Diese als kratonische Becken bekannten Erdstrukturen enthalten Sedimente, die Informationen über die Erdgeschichte bis Hunderte Millionen Jahre zurückgehend liefern können, unter anderem Hinweise zur Plattentektonik und zur Lithosphäre (die felsige Schale unseres Planeten).

Das EU-finanzierte Projekt 'Cratonic basins: An archive of lithosphere-mantle interaction' (CRATONIC BASINS) erforschte den Zusammenhang zwischen der Bewegung der Kontinentalplatten und kratonischen Becken. Mit diesen Forschungen wollte man verstehen, wie Veränderungen in der Lithosphäre an diesen Becken abzulesen sind.

Die Forscher entwickelten ein Modell der Kontinentalbewegung in Bezug auf die umliegenden Kontinentalplatten, sowohl seitlich als auch vertikal. Damit kann die sichtbare Bewegung der nordamerikanischen Küstenlinie vorhergesagt werden, was auf einen engen Zusammenhang zur Oberflächentopographie schließen lässt.

Ein weiterer Aspekt der Arbeit umfasste Untersuchung der Ablagerung von Sedimenten im kratonischen Becken über einen bestimmten Zeitraum. Dabei zeigte sich, dass die Sedimentation Informationen zum Klimawandel, insbesondere hinsichtlich des Niederschlags, und auch zur vertikalen Kontinentalbewegung liefert.

Die Arbeit von CRATONIC BASINS hat erhebliche Implikationen für die Erstellung von Prognosen zu Kohlenwasserstoffen. Das Wissen über die Lithosphärenveränderungen in kratonischen Becken hat außerdem unser Verständnis der kontinentalen Bewegung und des Klimawandels in der Vergangenheit verbessert.

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