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Über die frühe Embryogenese bei Pflanzen

Ein vollständiges Verständnis der pflanzlichen Embryogenese ist für die Landwirtschaft sowohl hinsichtlich der Nahrungsmittel- als auch der Biomasseproduktion von besonderem Interesse, um die Ausbeute zu verbessern und den Gewinn zu steigern. Für dieses komplexe Unterfangen müssen allerdings mehrere Disziplinen wie etwa Genomik und Proteomik zusammengeführt werden, um umfassende Informationen zu erhalten.
Über die frühe Embryogenese bei Pflanzen
Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts 'Signals and regulatory networks in early plant embryogenesis' (SIREN) wurde die frühe pflanzliche Embryogenese umfassend und systematisch untersucht. Die Forscher erarbeiteten Techniken, mit denen sich die Signal- und Regulationsnetzwerke verstehen ließen, und entwickelten repräsentative Modelle des Entwicklungsprozesses.

Die Mitglieder von SIRENE konnten mehrere Durchbrüche vermelden. Zunächst wurden neue Technologien und Verfahren erfolgreich entwickelt oder für diese Studie angepasst. Dazu gehört die automatisierte In-situ-Hybridisierung mit hohem Durchsatz (HT-ISH) von Pflanzenembryonen.

Mit den innerhalb der Projektlaufzeit entwickelten Werkzeugen wurden Zelltyp-spezifische Genexpressionsprofile erstellt und ihre Transkriptionsregulation untersucht. Damit waren die Forscher in der Lage, Schlüsselregulatoren für das Zellschicksal zu identifizieren, aber die Modellierung des Regulationsnetzwerkes wurde von dessen Komplexität erschwert.

Neben der Erweiterung unseres Verständnisses der frühen Embryogenese bei Pflanzen lieferte das Projekt eine unschätzbare multidisziplinäre Ausbildung für mehrere Nachwuchsforscher. Es wurden Seminare, technische Workshops und Präsentationen organisiert, um deren Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Berufsaussichten zu vergrößern.

Die Projektergebnisse wurden in mehreren hochkarätigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Das HT-ISH-Verfahren von SIREN könnte auch für die Analyse von kultivierten Zellen oder Gewebe von Tieren verwendet werden, was den Umfang der möglichen Forschungsanwendungen erhöht. Damit sollten mehr Forschungsinvestitionen für die Entwicklung von Pflanzen- und Tierhybriden mit den gewünschten Eigenschaften und Spezifikationen mobilisiert werden können.

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