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FP7

DEEPFISHMAN — Ergebnis in Kürze

Project ID: 227390
Gefördert unter: FP7-KBBE
Land: Frankreich

Erhalt der Tiefseefischerei

Die steigende Nachfrage nach Fisch und schwindende Bestände haben dazu geführt, dass Fischer nun die tiefsten Stellen der Ozeane nutzbar machen, um die Nachfrage zu erfüllen. Eine EU-finanzierte Initiative untersuchte, wie man diese Tiefseefischerei bestmöglich überwachen und steuern könnte.
Erhalt der Tiefseefischerei
Tiefseefischereimanagement wirft spezielle Probleme auf. Dazu gehören eine genaue Bewertung der Spezies, die das Ziel dieser Fischerei und durch Überfischung gefährdet sind. Außerdem sind die nachhaltigen zulässigen Fangmengen gering. Das Ökosystem wird durch die Fischerei ebenfalls beeinträchtigt, was zu Schäden bei den am Boden lebenden Organismen wie den Kaltwasserkorallen oder den großen Schwämmen führen kann.

Das Ziel des Projekts "Management and monitoring of deep-sea fisheries and stocks" (DEEPFISHMAN) bestand darin, kurz- und langfristige Strategien zu erarbeiten, die sich diesen Problemen widmen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt wurden als Hilfe genutzt, um negative Trends bei der Bestandsgröße umzukehren und die Auswirkungen zu reduzieren, die die Fischerei auf die biologische Vielfalt und die gefährdeten Meeresökosysteme hat.

Die Forscher begannen, indem sie neue und wirkungsvollere Bewertungsverfahren, Kontrollvorschriften und Managementstrategien identifizierten. Man entwickelte auch einen Rahmen, um die derzeit bestehenden Informationslücken zu füllen und so verlässliche Anforderungen an eine langfristige Bewirtschaftung zu erhalten.

Mehrere Fallstudien wurden ausgewählt, um die verschiedenen Arten der Tiefseefischerei widerzuspiegeln, die im nordöstlichen Atlantik eingesetzt werden. Man wählte zwei zusätzliche Fallstudien aus, um einen erweiterten Blick auf die Bewirtschaftung und die Überwachung der Tiefseefischerei in anderen Teilen der Erde zu gewinnen.

Für jede Fallstudie wurden im Projekt DEEPFISHMAN Bewirtschaftungs- und Bewertungsprobleme identifiziert, neue Ansätze entwickelt und erprobt und entsprechende Empfehlungen erarbeitet. Im Projekt wurden für jede Fischereiart auch das sozioökonomische Profil und die prognostizierten kurz- und langfristigen Auswirkungen der verschiedenen vorgeschlagenen Managementstrategien untersucht.

Die Einbeziehung von Interessengruppen war für den Projekterfolg ein entscheidender Faktor, da diese einen besonderen Blickwinkel bieten und eine einzigartige Informationsquelle darstellen. Sie wurden mithilfe einer Reihe von Workshops eingebunden, bei denen sie ihre Ansichten über die derzeit bestehenden und möglicherweise künftig herrschenden Bewirtschaftungsregelungen einbringen konnten.

Es wurden zudem eine Website und ein WIKI eingerichtet. Das WIKI erleichterte die Kommunikation und die Zusammenarbeit. Es wurde genutzt, um eine Umfrage durchzuführen und einen Fragebogen für externe Partner zu erstellen.

Die Projektpartner entwickelten zudem ein neues Modell zur Bewertung der Fischbestände für Arten, die sich infolge der Fischerei auf ein kleineres Gebiet beschränken müssen. Dies ist wichtig, da es sein kann, dass die Gesamtfangquoten nicht abnehmen, wenn sich die Fische auf ein kleineres Gebiet konzentrieren. Darüber hinaus wurden im Projekt neue Kennzahlen für die Bestandsgrößen in der Tiefsee entwickelt.

Die Ergebnisse von DEEPFISHMAN liefern belastbare Leitlinien für die Tiefseefischerei, welche in die Gemeinsame Fischereipolitik der EU eingehen können.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Tiefseefischerei, Überfischung, biologische Vielfalt, Meeresökosystem, Bestandsbewertung, Fangquote, Tiefseebestände
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