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FP7

POLYGLASS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 262484
Gefördert unter: FP7-SME

Neue Linsentechnologie für Sonnenkollektoren

Forscher haben eine prototypische Fertigungsmethode für die Herstellung optischer Linsen entwickelt, die die Effizienz von Sonnenkollektoren verbessern könnte. Die Linsen an sich verfügen über ein mikrostrukturierte Oberfläche, die eine extreme Genauigkeit und somit eine äußerst akkurate Kontrolle einfallenden Lichts ermöglicht.
Neue Linsentechnologie für Sonnenkollektoren
Der Markt für konzentrierende Photovoltaik (KPV) basiert aktuell auf optischen Trägern, die mit der Silizium-auf-Glas-Technologie hergestellt werden. Die Lichtdurchlässigkeit dieser Linsenart nimmt mit der Zeit ab und die Lebensdauer des Materials kann weniger als 15 Jahre betragen.

Eine längere Einsatzdauer bietet die Polymer-auf-Glas-Linse, die auch die Energiegewinnung von KPV-Modulen um 5 % erhöhen könnte. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts POLYGLASS entwickelte ein Konsortium ein prototypisches Fertigungsverfahren und ein Prototyp-KPV-Modul mit diesen Linsen.

Das Projekt wollte dieses neue wettbewerbsfähige Produkt erstellen und die Lebensdauer des Materials verlängern, die Installations-, Wartungs- und Fertigungskosten verringern. Letztendlich wurde die Absicht verfolgt, die Gewinnung von Sonnenenergie zu verbessern.

Wichtig für den Erfolg des Projekts war die Entwicklung geeigneter Polymere, eines Produktionstools und eines Fertigungsverfahrens. Im Anschluss erstellten die Forscher das prototypische KPV-Modul, dessen Eignung bei Tests nach Industrienorm erwiesen wurde.

Der Prototyp wurde auch Tageslicht ausgesetzt und zeigt eine gute Leistung bei der Stromgewinnung in normalen Bedingungen. Außerdem haben Forscher über die ausgezeichnete Haftung zwischen dem Polymer und dem Glas berichtet, wodurch sich neben dem Projekt weitere Anwendungsmöglichkeiten anbieten.

Die Technologie von POLYGLASS wird zu einem Zeitpunkt entwickelt, an dem die Nachfrage nach Sonnenkollektorsystemen und kosteneffektiven Komponenten hoch ist. Daher soll sie die Wettbewerbsfähigkeit Europas in diesem Bereich erhöhen, insbesondere da der neue Fertigungsvorgang flexibel ist.

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