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FP7

AUTODROP — Ergebnis in Kürze

Project ID: 262225
Gefördert unter: FP7-SME
Land: Norwegen

Roboter auf dem Meeresgrund

Forscher haben ein innovatives Konzept für ein Roboterfahrzeug entwickelt, das in große Meerestiefen vordringen könnte. Wenn es weiterentwickelt wird, kann das Fahrzeug die Erforschung des Meeres erleichtern und dazu beitragen, dass Datensensoren rascher wieder geborgen werden können.
Roboter auf dem Meeresgrund
Umweltdaten vom Meeresgrund sind von großer Bedeutung für die Auswertung von Wettertendenzen, die Überwachung des maritimen Lebens und die Weiterentwicklung der Wissenschaft. Sensoren sind für die Sammlung wertvoller Daten erforderlich, jedoch verursacht es hohe Kosten, sie wieder an die Oberfläche zu bringen. Das EU-finanzierte Projekt AUTODROP arbeitete an einer neuartigen Lösung, um dieses Problem zu lösen.

Das Projektteam führte gründliche Forschungen zu den Anforderungen neuer Fahrzeugprototypen durch, entwarf ein neues Steuerruder und legte die Ladekapazität für das Fahrzeug fest. Man konnte die Entwürfe für Teilsysteme wie das Fahrgestell und die Rumpfgröße sowie die damit verbundenen Kommunikationssysteme beenden. Das Projektteam hatte die Vorstellung eines Vertikalfahrzeugs, das mit Unterstützung von negativer Schwerkraft und Gewicht schnell an den gewünschten Ort herabsinken würde.

Während man bei AUTODROP am Prototyp arbeitete, erkannte man die Chance, nicht nur ein generisches Werkzeug zur Ausbringung von Sensoren zu konstruieren, sondern auch eine ausgezeichnete Lösung für einen verbesserten seismischen Einsatz auf dem Meeresgrund zu erhalten. Zu den weiteren möglichen Zukunftsmärkten für ein derartiges Fahrzeug gehört die Erforschung der Unterwasserwelt nach Rohstoffquellen wie beispielsweise Öl und Gas.

Es wurde ein großer Aufwand getrieben, um eine eingebettete Steuerungssoftware und eine Software zur Übermittlung der einsatzrelevanten Daten sowie zur Navigation und Berechnung zu entwerfen. Die verschiedenen Teilsysteme wurden mit offensichtlichem Erfolg auf Brauchbarkeit getestet, wodurch das Team dem Bau eines echten Fahrzeugprototyps viel näher kam als man ursprünglich beabsichtigt hatte.

Während das Team erhebliche Fortschritte beim Entwurf eines erfolgreichen Konzepts machte, ging man nicht soweit, einen Prototyp zu bauen, da das Projekt sich als komplex erwies und zusätzliche Ressourcen benötigt wurden. Nichtsdestotrotz ist die angestrebte Technologie äußerst vielversprechend und die Forschungsarbeiten haben zweifellos neue Wege geebnet, um in der Zukunft einen praktikablen Prototyp bauen zu können.

Da der Markttrend für den Betrieb von Sensorknoten weiterhin in Richtung Robotisierung geht, könnten die Projektergebnisse einen großen Einfluss auf die Aktivitäten auf dem Meeresgrund haben, sofern oder wenn sie nutzbar werden.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Meeresgrund, Roboterfahrzeug, Datensensor, Umweltdaten, Vertikalfahrzeug, seismischer Einsatz, Erforschung der Unterwasserwelt, Robotisierung, Sensorknoten
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