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Extrem thermophile Mikroorganismen als Zellfabriken'

"Extrem thermophile Mikroorganismen als Zellfabriken'" ist ein Projekt, das im Rahmen des spezifischen FTE-Programms der EU auf dem Gebiet der Biotechnologie finanziert wird. Das Projekt begann im Dezember 1996 und dauert drei Jahre, mit einem Gesamthaushalt in Höhe von 7 Mill...
"Extrem thermophile Mikroorganismen als Zellfabriken'" ist ein Projekt, das im Rahmen des spezifischen FTE-Programms der EU auf dem Gebiet der Biotechnologie finanziert wird. Das Projekt begann im Dezember 1996 und dauert drei Jahre, mit einem Gesamthaushalt in Höhe von 7 Millionen ECU. Es umfaßt 59 europäische Institutionen, einschließlich 13 Unternehmen.

"Extrem thermophile Mikroorganismen" sind Bakterien aus extremen Umgebungen, wie heiße Quellen oder Polarmeere, Salzseen oder alkalisches Erdreich. Das Projekt beabsichtigt die Optimierung des Wachstums von ausgewählten extrem thermophilen Mikroorganismen, die in der Biotechnologie wegen ihrer Fähigkeit des Wachsens unter solch extremen Bedingungen und der Produktion einzigartig stabiler Produkte mit hohem technologischen Wert über ein enormes Potential in der Biotechnologie verfügen.

Das Projekt wird auf eine interdisziplinäre Art gleitet, um Enzyme auf spezifische Anwendungen abzustimmen. Das Projekt umfaßt drei Disziplinen:

- Gentechnik;
- Produkttechnik für Enzyme, Proteine und organische Verbindungen;
- Zellfabriken' und Fermentation.

Zu den wichtigsten bisher erzielten Ergebnissen des Projekts gehören:

- Bestimmung von Substanzen als Kandidaten für den Bau von Expression- und Pendelvektoren, die beim Transport genetischer Information von eine Art auf die andere eingesetzt werden können;
- Das Klassifizieren von Genen für Produktion von DNA-Polymerisaten als Grundlage neuer Gentechniken;
- Die Entwicklung einer polymeriden Kettenreaktion, die beim Kopieren von DNA-Strängen auf große Mengen von identischem genetischen Material eingesetzt werden kann;
- Klonierung eines extrem thermophilen Enzyms, das für den Abbau bestimmter chemischer Verbindungen in Stärke zu Escherichia coli verantwortlich ist, was bei der industriellen Bio-Konversion von Stärke in Stärkezucker und Fruktosesyrup mit hohem Zuckeranteil genutzt werden kann;
- Verwendung eines speziellen Pilot-Bioreaktoren zur Untersuchung von hyperthermophilen Organismen, der das Wachstum von Organismen bei Temperaturen von mehr als 100 Grad ermöglicht.

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