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Standort und Boden - Gebäudewechselwirkungseffekt während Erdbeben

Die Vertiefung des Verständnisses der Wirkungen von Oberflächengeologie und örtlichen Bodenverhältnissen auf das Verhalten von Boden und Gebäuden während starker Erdbeben ist das Ziel eines neuen EU-geförderten Vorhabens. Das Projekt EURO-SEISMOD wird vom EU-Forschungsprogramm...
Die Vertiefung des Verständnisses der Wirkungen von Oberflächengeologie und örtlichen Bodenverhältnissen auf das Verhalten von Boden und Gebäuden während starker Erdbeben ist das Ziel eines neuen EU-geförderten Vorhabens. Das Projekt EURO-SEISMOD wird vom EU-Forschungsprogramm Umwelt und Klima unterstützt. Mit Hilfe von während eines kürzlich durchgeführten europäischen Forschungsprojekts, EURO-SEISTEST, gewonnenen Daten, die aus Europas einzigem Prüfstand (Volvi) stammen, wird eine Anzahl von Boden-und Gebäudereaktionsmodellen validiert.

Andere Ziele des Vorhaben sind die Erstellung seismologischer und geotechnischer Datenbanken im Internet und die Durchführung von Tests zur Vorhersage von Wirkungen an Ort und Stelle in europäischen Städten, einschließlich Thessaloniki, Grenoble, Nizza, Benevento, Barcelona, Lissabon und Liège.

Die Projektteilnehmer wollen diese Ziele durch folgendes verwirklichen:

- Erstellung eines Array für starke Oberflächen- und Vertikalbewegungen im Volvi-Becken in der Nähe von Thessaloniki, einem für seine hohe Erdbebenhäufigkeit (1978: Ms = 6,4) bekannten Gebiet;
- Verwendung von Aufzeichnungen schwacher und starker Bewegungen der Erdbeben am Volvi-Versuchsstandort seit 1994, um die Datenbank zu erstellen;
- GPS-Messungen für das Gebiet, um die Geschwindigkeit der Verwerfungsausdehnung am Standort auszuwerten;
- Bohren tiefer Bohrlöcher und alle Arten von Bodentests vor Ort und im Labor;
- Bau eines Modells im Maßstab 1:3 eines typischen Stahlbeton-Gebäudes mit Mauerwerkfüllung, das voll instrumentenbestückt ist.

Die EURO-SEISTEST-Datenbank und der Versuchsstandort stehen unter bestimmten Bedingungen dem internationalen wissenschaftlichen Sektor offen. Japanische Wissenschaftler arbeiten bereits in EURO-SEISTEST, um ein spezifisches neues Verfahren zum Abschätzen von Standortwirkungen zu validieren.

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