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Bericht über die 1998er Euro-Med Net Konferenz

Die Empfehlungen und Schlußfolgerungen von Euro-Med Net'98, einer Konferenz über die euro-mediterrane Informationsgesellschaft, die vom 4. bis 7. März 1998 in Nikosia, Zypern, abgehalten wurde, sind jetzt veröffentlicht worden. Durch die Konferenz wurden über 350 Personen aus ...
Die Empfehlungen und Schlußfolgerungen von Euro-Med Net'98, einer Konferenz über die euro-mediterrane Informationsgesellschaft, die vom 4. bis 7. März 1998 in Nikosia, Zypern, abgehalten wurde, sind jetzt veröffentlicht worden. Durch die Konferenz wurden über 350 Personen aus der EU und dem Mittelmeerraum zusammengeführt, um Ideen auszutauschen und sich über die Schaffung einer Informationsstrategie zu unterhalten, die diese beiden Regionen enger zusammenbringen kann.

An der Veranstaltung nahmen IT-Experten, Wissenschaftler, Industriekapitäne, Unternehmer und Beamte aus Ministerien von euro-meditarranen Ländern teil. Auf der Konferenz wurden eine Vielzahl der in den Mittelmeerländern ergriffenen Initiativen und Beispiele für Innovation und beste Verfahrensweisen in der gesamten Region hervorgehoben.

Die Konferenz erkannte die Notwendigkeit an, die Partner aus den Mittelmeerländern in dem Bestreben um die globale Informationsgesellschaft schnell zu integrieren. Die Teilnehmer kamen zu dem allgemeinen Schluß, daß das wissenschaftliche, geschäftliche und institutionelle Umfeld des Mittelmeerraums, nach der Konferenz zu urteilen, für die Einleitung kooperativer Pilotprojekte und die Umsetzung regionaler Initiativen reif ist. Anläßlich der Konferenz wurden folgende Vorschläge gemacht:

- Einrichtung eines Ausschusses hochrangiger Vertreter der Informationsgesellschaft (IS) zur Ausarbeitung einer euro-mediterranen Informationsgesellschaftsstrategie.
- Einrichtung eines Rundtisches für die geschäftlichen Interessen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, zur Sicherstellung angemessener Kommunikation zwischen der Industrie und dem öffentlichen Sektor;
- Entwicklung von Informationsgesellschaftsstrategien für den Mittelmeerraum, einschl. eines Netzwerks von einzelstaatlichen Projektbüros;
- Erweiterung des Rahmens der Europäischen Erhebung über die Informationsgesellschaft (ESIS) zwecks Einbindung der Mittelmeerländer;
- Herstellung von Verbindungen zwischen euro-mediterranen Forschungseinrichtungen über das Internet.

Während der Konferenz wurde eine Reihe von Pilotprojekten in Workshops erörtert. Diese zielen alle darauf ab, die Verbindungen zwischen den verschiedenen Ländern in der Region zu entwickeln und auf verschiedene Sektoren einzugehen, wie z.B. akademische Kreise, die Welt von Kultur und Tourismus, elektronischer Handel, das Gesundheitswesen, Bildungswesen sowie Telearbeit und Telehandel. Die Konferenz erkannte an, daß diese Projekte gemeinsame Merkmale aufweisen: Sie unterstehen alle dem wirtschaftlichen Handlungsgebot, betonen die Elemente Schulung und Bewußtsein und respektieren die kulturelle Vielfalt, während sie auf gemeinsame Stärken aufbauen.

Weitere Workshops werden in den kommenden Monaten organisiert, um die Arbeit auf diesem Gebiet weiter voranzutreiben, was insbesondere auf die Pilotprojekte und die Verbindungsbelange zutrifft. Ein wichtiges Ereignis findet am 15. und 16. Juni 1998 in Istanbul statt, wo die Arbeit der Konferenz in Zypern fortgesetzt und weiterentwickelt werden soll. Informationen über diese Konferenz sind über ISPO bei der Europäischen Kommission erhältlich.

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